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Wohnmobilstellplatz in Esterholz: Betreiber möglicherweise in Sicht

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Von: Bernd Schossadowski

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Zwei Urlauber sitzen im Freien vor einem Wohnmobil
Ein Wohnmobilstellplatz, hier ein Symbolbild, könnte auf dem Parkplatz an der Esterholzer Schleuse entstehen. Der Wrestedter Bau- und Umweltausschuss empfahl jetzt, darüber mit einem Interessenten zu sprechen. © dpa

Für den Betrieb eines Wohnmobilstellplatzes auf dem Parkplatz an der Esterholzer Schleuse gibt es offenbar einen Interessenten. Darüber berichtete Andreas Dobslaw (UWG) jetzt im Wrestedter Bau- und Umweltausschuss. Doch es gibt noch einige offene Fragen.

Esterholz – In die mögliche Einrichtung eines Wohnmobilstellplatzes an der Esterholzer Schleuse kommt Bewegung. In der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses der Gemeinde Wrestedt berichtete Andreas Dobslaw (UWG) davon, dass es einen Interessenten gebe. Dieser könne sich vorstellen, eine solche Anlage für Wohnmobile auf dem Parkplatz nahe der Tennisanlage des TC Wrestedt zu betreiben. Einstimmig beauftragte der Ausschuss die Verwaltung, den Interessenten zu kontaktieren und mit ihm über dessen Pläne zu sprechen.

Zugleich hob Dobslaw die Bedeutung hervor, die ein solches neues Angebot für die Gemeinde hätte. „Die Wohnmobil-Industrie rechnet in den nächsten 15 Jahren mit einem Boom. Ich habe in den letzten Jahren noch keinen Wohnmobilstellplatz erlebt, der sich nicht rentiert hat“, sagte Dobslaw. In der schönen Jahreszeit stünden regelmäßig mehrere Wohnmobile auf dem Parkplatz an der Schleuse. „Das zeigt, dass der Bedarf da ist“, meinte er.

Nach Ansicht von Dobslaw gibt es zwei Optionen. Zum einen könnte über einen Betreiber eine große Lösung mit mehr als drei Stellplätzen, eventuell unter Einbindung des benachbarten Café-Restaurants, anvisiert werden. Sollte das nicht möglich sein, könnte eine kleine Lösung mit drei Stellplätzen zum Tragen kommen, so Dobslaw. Denn bis zu dieser Zahl müsste die Gemeinde dafür keinen Bebauungsplan aufstellen, erklärte Fachbereichsleiter Alexander Kahlert.

Bereits 2018 hatten SPD und Grüne die Schaffung eines Wohnmobilstellplatzes an der Schleuse vorgeschlagen. Die Idee ist, dort eine befestigte Fläche mit Stromsäulen zu schaffen, vielleicht auch mit Wasseranschluss und Abwasserentsorgung.

Einen Stellplatz hält auch Markus Jordan (Grüne) für sinnvoll. „Der Trend zum Wohnmobil-Urlaub ist ungebrochen“, sagte er. Ganz anders sah das Hermann Wegner (CDU). Er warnte vor hohen Kosten. Zudem glaubt er nicht, dass die Gemeinde finanziell von einem Stellplatz profitieren würde, zum Beispiel durch Einnahmen aus Stand- und Stromgebühren. Wegners Fazit: „Ich bin nicht überzeugt davon.“

Das konnte Dobslaw nicht nachvollziehen. „Die Schleuse ist ein Magnet, ein Wohnmobilstellplatz wäre ein Aushängeschild für die Gemeinde“, sagte er. Aus seiner Sicht wäre es „geradezu dumm“, auf diese Chance zu verzichten. „Wenn wir einen Interessenten haben, dann weiß ich nicht, was wir noch brauchen, um da zuzugreifen.“

Letztlich sprachen sich auch die CDU-Ausschussmitglieder dafür aus, die Pläne des Interessenten einmal zu prüfen. Dieser sollte sich und sein Konzept in den politischen Gremien vorstellen, schlug Phillipp Momeyer vor.

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