Ein weiterer Anlauf

Insbesondere für Radfahrer und Fußgänger ein Gefahrenpunkt: Unterbrochener Radweg an der L 270 über die Bahnstrecke Uelzen-Bad Bodenteich.

Von Dieter Schoop und Jörn Nolting - Wieren. Gewerbebetriebe sind in aller Regel – so auch in Wieren – auf gute Verkehrsanbindungen angewiesen. Wenn auch der Bau der A 39 noch auf sich warten lässt, so sind in Wieren mit der Landesstraße 270 und den Bahnstrecken Uelzen-Stendal beziehungsweise Uelzen-Braunschweig immerhin einige interessante Verbindungen vorhanden.

Der Arbeitskreis Handwerk, Handel und Gewerbe in Wieren beschäftigte sich jetzt während seiner Vollversammlung mit groben Mängeln an den Kreuzungen dieser wichtigen Verkehrsverbindungen. Als einen insbesondere für Radfahrer „gefährlichen Schildbürgerstreich“ bezeichnen die Mitglieder den fehlenden Lückenschluss des Radweges am Bahnübergang in Richtung Overstedt. Einen ersten Unfall hat es im vergangen Jahr bereits gegeben (die AZ berichtete).

Völlig uneben und insbesondere für Lieferfahrzeuge kaum zu befahren ist der Bahnübergang der viel befahrenen Hauptstraße über die sogenannte „Amerikalinie“ in der Nähe des Bahnhofes. 2004 wurde die Hauptstraße des Ortes saniert und der Ausbau der Bahnstrecke erfolgte 1999 und 2000. Die groben Unebenheiten aber blieben. Ein Besucher der Vollversammlung schildert seinen Eindruck: „Wieren genießt durch diese beiden Bahnübergänge schon einen recht zweifelhaften Bekanntheitsgrad bei Kraftfahrern.“ Gerade bei Dunkelheit machen sich die Huckel in der Fahrbahn bemerkbar. Wer nachts durch Wieren fährt und sich wundert, dass das entgegenkommende Fahrzeug aufblendet, sollte wissen, dass dieser Effekt durch Unebenheiten der Straße im Bereich des örtlichen Bahnübergangs liegt.

Bürgermeister Peter Meyer (CDU) konnte da nur auf die vielfachen Bemühungen verweisen: „Bahn, Land und Bund schieben sich seit Jahren die Verantwortung für beide Bahnübergänge gegenseitig zu.“ Unterstützung erhielt Meyer auch von Bad Bodenteichs Bürgermeister Edgar Staßar.

Der Wierener Arbeitskreis Handwerk, Handel und Gewerbe will jetzt einen weiteren eigenen Anlauf unternehmen. Bahn, Bund und Land sollen angeschrieben werden, dazu die örtlichen Landtags- und Bundestagsabgeordneten. Arbeitskreisvorsitzender Klaus Horstmann: „Wir geben nicht auf, denn die Hoffnung stirbt zuletzt.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare