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Ein Wanderweg in Eigenleistung

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Von: Bernd Schossadowski

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Gemeinsam wurde jetzt der Wanderweg vom Wrestedter Ortsausgang in Richtung Borne eingeweiht. Der Verein „Dorfleben Wrestedt“ und die Freiwillige Feuerwehr hatten zusammen mit vielen weiteren ehrenamtlichen Helfern den Weg in den vergangenen Monaten erstellt. Fotos: privat
Gemeinsam wurde jetzt der Wanderweg vom Wrestedter Ortsausgang in Richtung Borne eingeweiht. Der Verein „Dorfleben Wrestedt“ und die Freiwillige Feuerwehr hatten zusammen mit vielen weiteren ehrenamtlichen Helfern den Weg in den vergangenen Monaten erstellt. © Privat

Wrestedt. Die Idee war schon etwa 20 Jahre alt. So lange hatte Renate Eisen die Wrestedter Verwaltung immer wieder auf die Notwendigkeit eines Weges vom Ortsausgang von Wrestedt in Richtung Borne zum „Sauerbruch“ aufmerksam gemacht.

Doch wegen klammer Kassen und anderer Hindernisse konnte das Projekt von der Gemeinde nie konkretisiert werden.

Deshalb haben der Verein „Dorfleben Wrestedt“ und die örtliche Feuerwehr seit November 2016 in einer Gemeinschaftsaktion den lang ersehnten Wanderweg selbst hergestellt (AZ berichtete). Jetzt wurde die 240 Meter lange Verbindung im Rahmen einer Begehung offiziell eingeweiht.

Der Weg besteht aus Mineralgemisch und ermöglicht es, den von vielen Spaziergängern, Joggern und Radlern genutzten Verbindungsweg nach Niendorf II gefahrlos zu erreichen. Bislang musste dafür die stark befahrene Kreisstraße 17 genutzt werden.

Dieses Schild weist auf den Bau des neuen Wanderweges hin.
Dieses Schild weist auf den Bau des neuen Wanderweges hin. © Privat

„Das war eine tolle Aktion“, freut sich Melanie Schabert, Vorsitzende von „Dorfleben Wrestedt“. Es sei lobenswert, wie sich alle gemeinschaftlich engagiert hätten. „Es haben auch viele weitere Bürger aus dem Ort mit Materialien und Maschinen geholfen. Das hat super geklappt“, würdigt Schabert den ehrenamtlichen Einsatz. Auch örtliche Landwirte trugen zum Erfolg des Projekts bei. Sie stellten einen kleinen Streifen ihrer angrenzenden Ackerflächen für den neuen Weg zur Verfügung. Zudem sagten Rat und Verwaltung zu, die Kosten für das Baumaterial zu übernehmen.

Auch dem Wunsch nach einer Ruhebank am Ende des Weges konnte nun entsprochen werden: In Zusammenarbeit mit dem SoVD-Ortsverband Wrestedt wurde eine Bank aus umweltfreundlichem Recyclingmaterial aufgestellt, die überdies mit einer ebenfalls vom Sozialverband organisierten Notfallplakette gekennzeichnet wurde.

Wrestedts SoVD-Vorsitzender Karlheinz Borrmann kündigte die Kennzeichnung weiterer Notfallbänke im Gemeindegebiet an. Diese rot-weißen Schilder ermöglichen es Rettungskräften, Wanderer, die medizinischer Hilfe benötigen, leichter zu lokalisieren. Der Lehmker Peter Ramünke, der sich um die Aufstellung von Bänken in der Gemeinde einsetzt, konnte gleich einen Paten gewinnen: Hans-Jürgen Behn wird sich künftig um die Ruhebank am Wanderweg und deren unmittelbares Umfeld kümmern, sodass es dort immer gepflegt aussieht.

Bürgermeister Michael Müller fand beim Abwandern des Weges und bei der Enthüllung eines Schildes, das auf das Gemeinschaftsprojekt hinweist, lobende Worte. Das Engagement der Dorfgemeinschaft und das unkomplizierte Zusammenwirken aller Beteiligten sei vorbildlich, erklärte er.

Von Bernd Schossadowski

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