Scherben auf dem Spielfeld

Vandalen wüten auf dem Sportplatz des SV Stadensen

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Zerschlagene Flaschen haben Unbekannte auf dem Stadenser Sportplatz hinterlassen.

Stadensen – Der Ärger vibriert in Michael Müllers Stimme. Über Ostern haben Vandalen auf dem Sportplatz des SV Stadensen gehaust. Die Unbekannten versuchen, den Rollladen am Imbisshäuschen zu öffnen. Dabei beschädigen sie die Konstruktion.

Auf dem Platz treten sie außerdem eine größere Zahl von Ascheeimern um.

Michael Müller, Vereinsvorsitzender

„Sie haben Flaschen zerschlagen und übers Spielfeld verteilt“, berichtet Müller, der im Hauptberuf Samtgemeindebürgermeister in Aue ist. „Wir hoffen, dass sich keiner verletzt.“ Auf dem Platz spielen nämlich die Hobby-Kickers. Vereinsmitglieder haben als Sofortmaßnahme versucht, möglichst viele Scherben aufzusammeln. Den Rollladen haben sie notdürftig repariert und wieder verschlossen. Auf 200 Euro beziffert Müller den Schaden.

Es ist nicht die erste Attacke auf das abgelegene Vereinsgelände am Sportweg, das als Bolzplatz für alle offen ist. Vor einigen Wochen wurden Flaschen zerschlagen und die Glasscheibe eines Infokastens zerstört.

Müller macht deutlich, was das für den Verein mit seinen 780 Mitgliedern bedeutet. „Viele Mitglieder des SV Stadensen kümmern sich in ihrer Freizeit um die Ordnung und Sauberkeit auf der Sportanlage des SV Stadensen. Alle Investitionen und Reparaturen müssen aus Vereinsmitteln und somit aus Mitgliedsbeiträgen finanziert werden“, gibt der Vereinsvorsitzende zu bedenken. „Daher sind solche Vandalismusschäden, auch wenn es aus Übermut passiert oder es sich um einen Dumme-Jungen-Streich handelt, ärgerlich und nicht hinnehmbar.“

Eine Anzeige hat er bewusst nicht gestellt, aber Müller hat ein Gespräch mit der Polizei geführt – denn der Verein hat bereits zwei Jugendliche im Verdacht. Dabei setzt der Vereinsvorsitzende eher auf Pädagogik und eine gewisse Erziehung durch die Dorfgemeinschaft. „Ich möchte, dass über diese Vorfälle in Stadensen diskutiert wird und dass die Täter sich irgendwann bei mir melden und sich entschuldigen“, sagt Müller. „Sie sollen einsehen, dass sie irgendwann auch Fußball spielen wollen, und dann ist alles kaputt.“

VON GERHARD STERNITZKE

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