Auf Initiative von Rot-Grün: Kreis ordnet Tempo 70 an

Unfallschwerpunkt am Klein Bollenser Kreuz wird entschärft

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Auf der Kreisstraße 17 am Klein Bollenser Kreuz südlich von Wrestedt hat der Landkreis jetzt auf Initiative der SPD/Grünen-Ratsgruppe Tempo 70 angeordnet. Das soll die Straße sicherer machen.

Wrestedt/Klein Bollensen – Seit vielen Jahren ereignen sich am Klein Bollenser Kreuz auf der Kreisstraße 17 südlich von Wrestedt immer wieder schwere Unfälle.

Auf Initiative der SPD/Grünen-Gruppe im Wrestedter Rat hat der Landkreis dort die zulässige Höchstgeschwindigkeit jetzt auf 70 Kilometer pro Stunde reduziert und entsprechende Verkehrsschilder aufgestellt.

Wie berichtet, waren am Klein Bollenser Kreuz am 16. August 2019 zwei Autos zusammengestoßen. Dabei kam ein 81-jähriger Autofahrer ums Leben. Er war auf dem Gemeindeweg aus Klein Bollensen unterwegs. Im Kreuzungsbereich der Kreisstraße hatte er trotz eines Stop-Schilds ein von links kommendes Auto einer 59-Jährigen übersehen und ihr die Vorfahrt genommen. Die Frau erlitt beim Zusammenstoß schwerste Verletzungen.

Bei einem Ortstermin der rot-grünen Gruppe im vergangenen Herbst hatte Wrestedts Bürgermeister Peter Ramünke (SPD), als ehemaliger Leiter der Polizeistation Bodenteich lange Jahre für diesen Bereich zuständig, erläutert, dass es trotz der vorhandenen weiten Sicht immer wieder zu Vorfahrtsverletzungen mit schweren Folgen gekommen sei. Auch sei häufig zu beobachten, dass die K 17 von Verkehrsteilnehmern überquert wurde, ohne dass diese die Stop-Schilder beachteten.

Die SPD/Grünen-Ratsgruppe beantragte daher, dass die Verwaltung in Abstimmung mit der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises und der Polizei nach Lösungsmöglichkeiten suchen sollte, um die Kreuzung zu entschärfen. Vorgeschlagen wurden die Reduzierung der Geschwindigkeit auf der Kreisstraße auf 70 km/h und die Verringerung des Tempos auf dem Klein Bollenser Weg. Eine weitere Idee waren Markierungen in den Einmündungsbereichen dieses Weges.

Jetzt wurde für dieses Teilstück der Kreisstraße 17 die Begrenzung auf Tempo 70 behördlich angeordnet. Eine Geschwindigkeitsbeschränkung vor den Einmündungen des Klein Bollenser Weges ist ebenfalls vorgesehen. Auch Hecken wurden in diesen Bereichen bereits gepflanzt.

Nach Ansicht der SPD/Grünen-Gruppe kommt es nun darauf an, dass sich alle Verkehrsteilnehmer an die Regeln halten. „Es kann nicht sein, dass aus reiner Bequemlichkeit oder Ignoranz immer wieder Menschen an einer solch gering frequentierten Kreuzung zu Schaden kommen“, betont Ramünke.

Auch Dieter Schoop, Sprecher der CDU/WGA-Minderheitsgruppe im Wrestedter Gemeinderat, begrüßt die Anordnung von Tempo 70 in diesem Bereich der K 17. „Selbstverständlich sind wir dafür. Das dient der Sicherheit“, sagt er im AZ-Gespräch. Den Bau eines Fuß- und Radweges zwischen Wrestedt und der Abzweigung nach Klein Bollensen, für den sich die SPD/Grünen-Gruppe stark macht (AZ berichtete), lehnt Schoop hingegen ab. „Dafür haben wir als Gemeinde kein Geld“, erklärt er.

VON BERND SCHOSSADOWSKI

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