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Spektakulär: Polizei fasst Betrüger am geschlossenen Bahnübergang in Stederdorf

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Von: Lars Becker

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Dienstwaffe der Polizei
Polizeikräfte nahmen den international gesuchten Mann in Stededorf fest. © Hauke-Christian Dittrich/dpa/Symbolbild

Szenen wie aus einem Krimi haben sich bereits am vergangenen Donnerstag, 24. März, gegen 14.15 Uhr in Stederdorf abgespielt: Wie Kai Richter, der Pressesprecher der Polizeiinspektion (PI) Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen auf AZ-Anfrage bestätigte, kam es in dem Ortsteil der Gemeinde Wrestedt zur Festnahme eines verurteilten Betrügers.

Uelzen/Wrestedt – Einsatzkräfte der Fahndungsgruppe der PI hätten mit Unterstützung des Streifendienstes einen 36-jährigen tschechischen Staatsbürger am geschlossenen Bahnübergang in Stederdorf aus einem Auto geholt, zu Boden gebracht und ihm Handfesseln angelegt.

Der Mann habe nach bisherigen Erkenntnissen eine noch mindestens siebenjährige Haftstrafe abzusitzen. Gegen ihn lag deshalb ein internationaler Haftbefehl vor, der nun vergangenen Woche im Landkreis Uelzen vollstreckt werden konnte. Das Landeskriminalamt und die Generalstaatsanwaltschaft in Celle sind in den Fall involviert, der Tscheche dürfte mutmaßlich an sein Heimatland ausgeliefert werden.

Wohnanschrift im Südkreis ins Visier genommen

Dem Zugriff am Bahnübergang in Stederdorf waren offenbar akribische Ermittlungen vorausgegangen, zu denen sich Kai Richter nicht näher in die Karten schauen lassen wollte.

Nur so viel sagte der Pressesprecher: „Es gab zumindest Indizien dafür, dass sich diese gesuchte Person im südlichen Landkreis Uelzen aufhalten könnte.“ Deshalb hätte die Polizei auch eine konkrete Kontakt-Wohnanschrift ins Visier nehmen können.

„Unterm Strich eine recht spektakuläre Kontrolle“

Am vergangenen Donnerstag dann wurde der 36-Jährige in einem Fahrzeug wahrgenommen. Sofort wurden daraufhin die Kräfte gebündelt und Streifenwagen hinzugezogen, was der Gesuchte wohl auch bemerkt haben dürfte.

Der Versuch, sich der Kontrolle zu entziehen, wurden dann aber in Stederdorf durch den geschlossenen Bahnübergang jäh gestoppt. „Das war unterm Strich eine recht spektakuläre Kontrolle“, so Kai Richter abschließend. Die war dann natürlich auch von einigen Bürgern wahrgenommen worden.

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