Landkreis Uelzen gibt bis zu 300 000 Euro dazu

TuS Wieren plant Neubau seines Vereinsheims

Vorsitzender Matthias Ramünke und Schatzmeister Hermann Wegner stehen vor dem 48 Jahre alten Vereinsheim des TuS Wieren.
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Vorsitzender Matthias Ramünke (links) und Schatzmeister Hermann Wegner stehen vor dem 48 Jahre alten Vereinsheim des TuS Wieren. Das Gebäude soll abgerissen und neu gebaut werden.
  • Bernd Schossadowski
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Wasserschäden in der Decke, Risse in den Wänden, marode Fußböden und Heizkörper: Das 48 Jahre alte Vereinsheim des TuS Wieren hat seine beste Zeit schon lange hinter sich. Deshalb treibt der Vorstand jetzt die Planungen für einen Neubau voran.

Wieren – Im Jahr, in dem der TuS Wieren sein Vereinsheim eröffnete, wurde Bayern München mit großem Vorsprung deutscher Fußballmeister. Ein gewisser Gerd Müller sicherte sich mit 36 Treffern die Torjägerkrone in der Bundesliga. Damals, im Jahr 1973, galt die Eröffnung des Vereinsheims als Meilenstein in der Geschichte des TuS. Doch inzwischen ist das rot geklinkerte Gebäude in die Jahre gekommen. Deshalb laufen im Verein derzeit die Planungen für den Bau eines neuen Domizils.

Und die Vorzeichen sind günstig. Wie berichtet, wird der Landkreis die Sanierung oder den Neubau des Vereinsdomizils mit bis zu 300 000 Euro fördern. Es ist eine Art Ausgleichszahlung dafür, dass der Jugendzeltlagerplatz in Wieren auf Beschluss des Kreistages geschlossen wurde. „Das ist eine einmalige Chance, wir müssen sie einfach nutzen“, sagt Matthias Ramünke, erster Vorsitzender des TuS, im AZ-Gespräch.

Feuchte Flecken und abgeblätterte Farbe

Denn der Handlungsbedarf ist groß. Durch die Oberlichter und das Flachdach dringt immer wieder Regenwasser ins Gebäude ein. „Man muss das jedes Jahr neu abdichten“, erklärt Ramünke. Die Spuren sind unübersehbar: feuchte Flecken und abgeblätterte Farbe in der Decke und an den Wänden. Und es gibt weitere Schäden: Risse an den Wänden, marode Fußböden, veraltete Heizkörper, aus einer Fensterbank ist ein Stück herausgebrochen.

Der Abriss des bestehenden Gebäudes und der Neubau des Vereinsheims sind aus Sicht des Vorstands unausweichlich. Ein Arbeitskreis, dessen harter Kern aus Matthias Ramünke, Torben Schoop, Hartmut Weissert und TuS-Schatzmeister Hermann Wegner besteht, hat sich dazu bereits Gedanken gemacht. Geplant ist eine Investition von rund 500 000 Euro. Davon soll ein bis zu 400 Quadratmeter großes Gebäude – rund ein Drittel mehr Fläche als bisher – geschaffen werden.

Im Mittelpunkt soll ein 80 bis 100 Quadratmeter großer Gruppenraum stehen. Dort könnten beispielsweise Reha- und Bewegungsangebote für kleine Gruppen ermöglicht werden, dann auch vormittags und an den Wochenenden. Bislang stand dem Verein die Turnhalle der örtlichen Grundschule zur Verfügung, aber nur montag- bis freitagnachmittags.

Gruppenraum ist auch für öffentliche Veranstaltungen nutzbar

Neben der sportlichen Nutzung möchte der rund 500 Mitglieder zählende TuS den Gemeinschaftsraum auch für öffentliche Veranstaltungen anbieten. Die Duschen, Toiletten und Umkleiden sollen ebenfalls erneuert werden – sie entsprechen nicht mehr dem heutigen Standard. „Die neuen Räumlichkeiten sind eine Zukunftsinvestition“, sagt Hermann Wegner. „2021 feiert der TuS seinen 100. Geburtstag, und wir wollen, dass es den Verein auch in 100 Jahren noch gibt.“ Die Bauweise des Vereinsheims – ob massiv, mit Holzständern und als Modulbau – ist noch völlig offen. Bisher existiert lediglich eine Zeichnung, die derzeit von einem Bau-Experten geprüft wird.

„Wir wollen uns hier keine Luftschlösser bauen, sondern ein zweckmäßiges Gebäude schaffen, das vielfältig nutzbar ist“, betont Ramünke. Das Ziel sei, 2022 mit den Arbeiten zu beginnen und den Neubau 2023 einzuweihen. Dafür seien natürlich umfangreiche Fördermittel, unter anderem vom Landes- und Kreissportbund, erforderlich.

Die acht Holzhütten des benachbarten Jugendzeltlagerplatzes sollen nach dem Willen des Vorstands übrigens erhalten bleiben. Wie diese Fläche künftig genutzt werden soll, dazu müsse noch ein Konzept erarbeitet werden, erklärt Ramünke.

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