Susanne Schulz ist Nettelkamps neue Pastorin / Ordinationsgottesdienst am 28. Januar in St. Martin

Türöffnerin für den Glauben

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Nettelkamps neue Pastorin Susanne Schulz heißt alle Besucher der evangelisch-lutherischen St.-Martin-Kirche willkommen – das erste Mal am Sonntag, 28. Januar, um 15 Uhr zu ihrem Ordinationsgottesdienst.

Nettelkamp. Ein Teil der Wohnzimmerwände erstrahlt schon in kräftigem Schwedenhaus-Rot. Zwei Farbeimer und eine Trittleiter stehen in der Ecke, die ersten Möbel sind bereits eingetroffen.

Für Nettelkamps neue Pastorin Susanne Schulz steht der Umzug ins Pfarrhaus der evangelisch-lutherischen St. -Martin-Kirche kurz bevor. Nach zwei Jahren Vikariat in der Uelzener St. -Johannis-Gemeinde tritt die 29-Jährige nun ihre neue Stelle an. „Mit großer Vorfreude und Selbstbewusstsein, denn ich bin gut ausgebildet, aber auch mit ein bisschen Ungewissheit, was auf mich zukommt“, verrät Susanne Schulz.

Künftig bekleidet sie eine Dreiviertel-Stelle in der St.-Martin-Kirche und der dazugehörigen Stederdorfer St.-Laurentius-Kirche. Hinzu kommt eine Viertel-Stelle in der Kirchengemeinde Lehmke-Wieren. Damit folgt sie auf Christoph Siedersleben. Er hatte im Sommer 2017 die Vakanzvertretung für Nettelkamp und Stederdorf übernommen, nachdem Pastor Dr. Anselm C. Hagedorn verabschiedet worden war (AZ berichtete).

Am Sonntag, 28. Januar, um 15 Uhr wird Susanne Schulz in einem Ordinationsgottesdienst in der St.-Martin-Kirche in ihr neues Amt eingeführt. Daran nehmen auch Pastor Siedersleben, Propst Jörg Hagen und Landessuperintendent Diether Rathing teil. Anschließend ist ein Empfang im Gemeindehaus geplant.

Wo sie ihre Schwerpunkte als Pastorin setzen wird, kann die 29-Jährige noch nicht sagen. „Ich will zunächst einmal schauen, was in der Gemeinde los ist, was sich die Menschen wünschen und was man gemeinsam mit ihnen initiieren kann“, erklärt sie. Die Dorfgemeinschaft in Nettelkamp und Umgebung sei rege. Es gebe nicht nur zahlreiche Vereine und Verbände, sondern auch einen Posaunen-, Kirchen- und Kinderchor. Auch Andreas Eisen, den Pastor der örtlichen Christus-Kirchengemeinde (SELK), hat sie schon kennengelernt und kann sich gemeinsame Veranstaltungen mit ihm gut vorstellen.

Aufgewachsen ist Susanne Schulz in Ebstorf, zur Schule ging sie in Uelzen. Nach ihrem Abitur 2008 am Lessing-Gymnasium hat sie in Kiel, Berlin und Göttingen Theologie studiert. Während ihres Vikariats hat sie viel mit Jugendlichen gearbeitet, zum Beispiel Konfirmanden unterrichtet und auf Freizeiten begleitet. Auch der Umgang mit Kindern macht ihr großen Spaß. „Sie haben eine völlig unvoreingenommene Sicht auf die Welt und den Glauben. Das ist sehr erfrischend“, sagt sie. Die Arbeit mit jungen Leuten gebe ihr wertvolle Anstöße, sich mit dem eigenen Glauben auseinanderzusetzen.

Privat ist Susanne Schulz, die verheiratet ist, gerne in der Natur unterwegs. Dort joggt und reitet sie regelmäßig. Zudem hat sie ein Faible für Gesellschaftsspiele. Einer ihrer Favoriten ist das Abenteuerspiel „Die Legenden von Andor“. Das wird sie mit ihren Freunden bald auch im Nettelkamper Pfarrhaus spielen – vielleicht vor jener leuchtend roten Wohnzimmerwand.

Von Bernd Schossadowski

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