Täter gestehen vor Gericht

Die Volksbank Wieren ist in einem Wohnhaus untergebracht – die geplante Sprengung hätte womöglich fatale Folgen haben können.Archivfoto: Mahler

Wieren/Flensburg - Von Jörn Nolting. Zwei Mitglieder einer Bande von Geldautomatensprengern hat das Landgericht Flensburg am Mittwoch zu Bewährungsstrafen verurteilt. Die beiden 22 und 27 Jahre alten Angeklagten hatten Ende 2009 versucht, in Wieren einen Bankautomaten der Volksbank mit einem Gasgemisch zu sprengen (AZ berichtete). Beide legten ein Geständnis ab. Gericht, Anklage und Verteidigung hatten sich vorab bei Geständnissen auf das Strafmaß geeinigt.

Die Bande soll später in wechselnden Besetzungen auch im Norden Schleswig-Holsteins aktiv gewesen sein. Der Staatsanwalt betonte, noch sei unklar, ob der 27-Jährige auch bei den Sprengungen in Klixbüll, Klanxbüll – beide Kreis Nordfriesland – und anderen Orten dabei war. Der Prozess gegen den Haupttäter und einen weiteren Komplizen beginnt in der kommenden Woche.

Der 22-Jährige erhielt eine Bewährungsstrafe von neun Monaten. „Er war eher ein Mitläufer“, sagte der Richter. Die Bewährung des 27-Jährigen wurde auf 18 Monate angesetzt. Zudem müssen beide gemeinnützige Arbeit leisten.

Die beiden Angeklagten hatten zugegeben, zunächst Acetylen- und Gasflaschen gestohlen zu haben. Dann waren sie mit dem Haupttäter durch Mecklenburg-Vorpommern gefahren und hatten nach geeigneten Bank-Automaten gesucht. Nach einer Polizeikontrolle nahmen sie Abstand von der Tat. Wenige Tage später fuhren sie dann nach Wieren und bereiteten dort die Tat vor. Kurz vor der Sprengung eines Geldautomaten griff die Polizei in letzter Sekunde ein und nahm die Täter fest. Die Bande war schon länger verdeckt von Ermittlern beobachtet worden. Der Täter machte den Vertretern der Volksbank darüber hinaus das Angebot, den entstandenen Sachschaden bei der Volksbank in Raten zurückzuzahlen.

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