Ärger um Kabelfehler und kaputte Treiber / Verwaltung verspricht Abhilfe

Straßenlampen in der Gemeinde Wrestedt fallen immer wieder aus

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Zuletzt fielen Lampen an der Nettelkamper Straße aus. Zurzeit funktionieren sie aber wieder.

Wrestedt – Mal fallen die Lampen in ganzen Straßenzügen aus, mal brennen sie bei Tag und Nacht: Die Straßenbeleuchtung in der Gemeinde Wrestedt sorgt immer wieder für Ärger bei den Bürgern.

Zuletzt sind die Lampen unter anderem am Wietsahlsweg, Finkensteg, Drosselweg, Lerchenweg sowie in Teilen der Nettelkamper und Uelzener Straße in Wrestedt ausgefallen. Auch einige andere Orte sind davon betroffen.

„Die Unzufriedenheit in der Bevölkerung ist riesengroß“, gab Wrestedts Vize-Gemeindedirektor Alexander Kahlert jetzt in der Bauausschuss-Sitzung zu. Der Verwaltung sind die technischen Probleme bekannt – und sie verspricht, so schnell wie möglich Abhilfe zu schaffen.

Einer der Gründe für den Ausfall der Lampen sind Kabelfehler, sagte Bauamtsmitarbeiterin Johanna Rößler. Verursacht werden sie, wenn Feuchtigkeit ins Erdreich eindringt. Dann bilde sich in den 50 bis 60 Jahre alten Kabelmuffen Kondenswasser, was zu Kurzschlüssen führe. „Der Kabelfehler lässt sich aber nicht ohne Weiteres feststellen“, erklärte Rößler.

Das Verfahren sei recht zeitaufwendig. Zunächst müsse ein Elektriker sämtliche Lampen an einer Straße abklemmen, danach komme der Messwagen der Celle-Uelzen Netz zum Einsatz. Es sei aber oft schwierig, jeden Kabelfehler zu lokalisieren. Werde er gefunden, würden neue Muffen gesetzt, sodass die Lampen wieder leuchten.

Hinzu kommt noch ein zweites Problem: Regelmäßig fallen elektronische Treiber in den LED-Lampenköpfen aus. Vor allem die erste Generation dieser Treiber sei sehr fehleranfällig, sagte Rößler. Als aktuelles Beispiel nannte sie den Suhlendorfer Berg in Ostedt. Von den Fachfirmen Ersatz zu bekommen, sei jedoch nicht so leicht, denn die Lieferzeit betrage rund zehn Wochen. „Ich bin kurz davor, zu sagen, wenn ein Treiber fast so viel kostet wie ein Lampenkopf, sollte man lieber gleich einen neuen Kopf installieren“, meinte Rößler.

Zurzeit seien in der Gemeinde acht Lampenköpfe ausgefallen, neue Treiber seien bestellt. „Wir warten alle darauf, aber uns sind die Hände gebunden“, bat Rößler um Verständnis. Sobald die Treiber geliefert seien, würden sie sofort eingebaut.

Eine skurrile Situation gab es jetzt in Stederdorf. Dort brannte die Straßenbeleuchtung einige Tage rund um die Uhr. Das hatte aber einen Grund: Laut Rößler wurde geprüft, zwischen welchen Lampen das Kabel defekt ist. Seltsamerweise sei der Fehler dabei nicht mehr aufgetreten. Rößlers Fazit: „Wir warten jetzt darauf, dass es wieder ausfällt, damit man den Fehler lokalisieren kann.“

VON BERND SCHOSSADOWSKI

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