Millionen-Projekt der Samtgemeinde Aue: Arbeiten beginnen in Stederdorf, Esterholz und Niendorf II

Startschuss für Kanalsanierungen

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Dringend notwendige Arbeiten in der Tiefe: Die Schmutzwasserkanäle in der Samtgemeinde Aue werden in den kommenden Jahrzehnten schrittweise saniert. In Kürze soll es losgehen.

Wrestedt/Bad Bodenteich. Es wird eine Mammutaufgabe für die nächsten Jahrzehnte, doch die Samtgemeinde Aue packt sie unverdrossen an. Die zum Teil marode Schmutzwasser-Kanalisation in den einzelnen Dörfern und Gemeinden soll schrittweise saniert werden.

Jetzt steht auch der Zeitplan für die ersten Arbeiten fest, gab Nils Schön, technischer Betriebsleiter von Celle-Uelzen-Netz, während der Sitzung des Betriebsausschusses bekannt.

„Wir beginnen noch in diesem Jahr mit der Kanalsanierung im ersten Gebiet – in Stederdorf, Esterholz und Teilen von Niendorf II“, sagte Schön. Weil es dort ein Wasserschutzgebiet gebe, bestehe besonders dringender Handlungsbedarf. Die Kosten für diesen ersten Schritt betragen geschätzte 500 000 Euro. In diesem Gebiet habe Celle-Uelzen-Netz den Zustand zahlreicher Schmutzwasserkanäle bereits mit Kameras untersucht. „Wir sind mittlerweile zu 80 Prozent durch“, erklärte Schön. „Dort werden wir die ersten massiven Probleme beheben.“ Der technische Betriebsleiter geht davon aus, dass diese Arbeiten bis 2019 beendet sind.

Im zweiten Schritt soll dann die Kanalisation in Bad Bodenteich erneuert werden. Hier veranschlagt die Celle-Uelzen Netz Kosten von rund 2,5 Millionen Euro. 2018 sollen die Ingenieurleistungen für dieses Gebiet ausgeschrieben werden. Die eigentlichen Sanierungsarbeiten in den Kanälen könnten dann 2019 beginnen, meinte Schön.

Aus Sicht der Samtgemeinde Aue und von Celle-Uelzen-Netz wäre es wünschenswert, wenn diese Arbeiten zeitgleich mit der Fahrbahn-Erneuerung der L 270 in der Bad Bodenteicher Ortsdurchfahrt erfolgen könnten. Doch es sei derzeit völlig unklar, ob und wann das Land diese Straße ausbaue, sagte Alexander Kahlert, Leiter des Abwasserbetriebes der Samtgemeinde. Er wolle nun mit Dirk Möller, Geschäftsbereichsleiter der Landesstraßenbaubehörde, über eine möglicherweise geplante Erneuerung der L 270 sprechen, kündigte Kahlert an.

Auch der Zeitplan nach dem Abschluss der Kanalsanierung in Bad Bodenteich ist bereits festgelegt. Im dritten Schritt werden die Kanäle in Wrestedt erneuert, danach sind Wieren und Bollensen an der Reihe und schließlich Lehmke, Stadensen und Langenbrügge, schilderte Schön.

Das sind aber nur die ersten Schritte eines langfristigen und zudem millionenschweren Projekts, bei dem viele weitere Orte folgen werden. „An der Reparatur unserer Kanäle werden wir dauerhaft arbeiten müssen“, betonte Kahlert. Der Zeitrahmen werde deutlich mehr als 20 Jahre betragen. Fördermittel bekomme die Samtgemeinde Aue für die anstehende Kanalsanierung übrigens nicht. „Das ist eine Pflichtaufgabe, die wir leisten müssen“, so Kahlert.

Von Bernd Schossadowski

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