Harald Beneckes letzte Kindersprechstunde im Wrestedter Rathaus: Schüler tragen ihre Wünsche vor

Ja zu Spielplätzen, Nein zu Rasern

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Aues Samtgemeindebürgermeister Harald Benecke empfing gestern 25 Grundschüler zu seiner letzten Kindersprechstunde im Wrestedter Rathaus.

Wrestedt. Für die achtjährige Lina ist es wirklich eine gefährliche Situation. „Viele Autos fahren zu schnell durch Varbitz. Da überquere ich immer die Straße und muss ein Stück zurückgehen, weil mich sonst die Autos nicht sehen."

"Vielleicht kann da ja ein Blitzer hin", bat sie gestern Aues Samtgemeindebürgermeister Harald Benecke.

Dieser hatte zu seiner jährlichen Kindersprechstunde ins Wrestedter Rathaus eingeladen – und 25 Kinder aus den Grundschulen Bad Bodenteich, Wieren und Wrestedt kamen vorbei, um dem Verwaltungschef ihre Wünsche, Sorgen und Anregungen mitzuteilen. Es war Beneckes 14. und letzte Kindersprechstunde, denn am 30. November geht er in den Ruhestand.

Die Samtgemeinde werde Linas Wunsch aufgreifen, versprach Benecke. „Über Blitzer entscheidet die Kreisverwaltung, aber wir können ihr den Vorschlag machen, dass dort einer aufgestellt wird“, sagte er. Ein weiteres Anliegen hatte die neunjährige Abbey. Sie beklagte, dass auf dem gepflasterten Streifen zwischen Bushaltestelle und Hecke, der von der Wierener Grundschule zum Sommerbad führt, oft Autos parken und Kindern den Weg versperren. Benecke kündigte Abhilfe an. „Dort werden demnächst rot-weiße Pfähle aufgestellt, damit die Autos dort nicht mehr parken.“

Der neunjährige Alessandro kritisierte, dass die Landesstraße 270 in Bad Bodenteich nach der Sanierung viel schlechter aussehe als vorher. Benecke gab ihm recht: „Toll ist das nicht. Aber wir haben leider keinen Einfluss darauf. Wir können das nur ans Land Niedersachsen weitergeben.“

Ein weiteres Thema, das den Kindern auf den Nägeln brannte, war der Zustand der Spielplätze. Auf dem neu eröffneten Traumspielpark in Bad Bodenteich tummelten sich häufig Jugendliche, die leere Alkoholflaschen zurückließen und mit ihren Fahrrädern das Trampolin malträtierten, berichteten zwei Schüler. Die Verwaltung werde das im Auge behalten, antwortete Benecke. Auf weiteren Spielplätzen, auf denen Geräte kaputt sind oder mutwillig beschädigt wurden, werde der Samtgemeinde-Bauhof nach dem Rechten sehen. Gleiches gelte für verschmutzte Buswartehäuschen.

„Die Kinder aus meiner Klasse wünschen sich auf unserem Schulhof eine Seilbahn“, sagte eine Grundschülerin aus Wieren. Im Zuge des für 2018 geplanten Umbaus der dortigen Sporthalle werde der Schulspielplatz möglicherweise neu gestaltet, erwiderte Benecke. Ob dann tatsächlich eine Seilbahn installiert wird, müssten die Politiker entscheiden.

Neben allerlei Wünschen gab es gestern auch Lob für die Verwaltung. Unter anderem von der achtjährigen Isa aus der Grundschule Wrestedt „Ich wollte Danke sagen für die 30er-Zone vor unserer Schule“, erklärte sie.

Von Bernd Schossadowski

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