Minderheitsgruppe im Samtgemeinderat Aue fordert Lösung für Bahnübergänge

Sorge wegen Schrankenschließzeit in Wieren und Soltendieck

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Die Schranke auf der L 270 in Wieren ist schon jetzt mehrere Minuten pro Stunde geschlossen. Einer Prognose zufolge werden sich die Schließzeiten bis 2030 noch deutlich erhöhen.

bs Wieren/Soltendieck. Die Mitteilung der Deutschen Bahn hatte vor einigen Wochen für Aufsehen gesorgt: Einer Prognose zufolge werden sich die Zahl der Züge auf der künftig zweigleisigen Bahnstrecke Uelzen-Stendal und die Schrankenschließzeiten bis zum Jahr 2030 dramatisch erhöhen.

Im Kreis Uelzen sind vor allem die Übergänge auf der L 270 in Wieren und auf der L 265 in Soltendieck betroffen (AZ berichtete).

Nun wendet sich die SPD/Grünen/Dr. Hintze-Gruppe im Samtgemeinderat Aue mit einem Antrag an Politik und Verwaltung. „Die von der Deutschen Bahn geschilderten Planungen, die spätestens ab 2030 greifen sollen, werden zu einer nicht mehr akzeptablen Verkehrssituation im Landkreis Uelzen führen, die im Übrigen deutschlandweit einzigartig erscheint“, teilt Gruppensprecherin Sylvia Meier mit. Rettungsdienst, Katastrophenschutz, Polizei, Pflegedienste, Handwerker und auch die Bevölkerung in Wieren und Soltendieck würden massiv behindert. „Schrankenschließungen von 37 Minuten pro Stunde tagsüber und fast 48 Minuten bei Nacht sind nicht hinnehmbar.“

Alle denkbaren Alternativen zur Lösung des Problems bedürften jedoch einer langen Planungs- und Realisierungszeit. „Insofern ist es jetzt an der Zeit, aktiv zu werden“, betont Sylvia Meier. In diesem Zusammenhang sollte der Bad Bodenteicher Wunsch nach Bau einer Ortsentlastungsstraße berücksichtigt werden.

Die Verkehrsführung der L 270 in Wieren und der L 265 in Soltendieck müsse überdacht und verändert werden. Die Minderheitsgruppe wendet sich daher an den Samtgemeinderat: Die Verwaltung möge beim Landkreis beantragen, dass dieser schnellstmöglich mit dem Land Niedersachsen Verhandlungen über die L 265 und L 270 aufnimmt. Das Ziel müsse sein, dass das Land zeitnah ein Verkehrskonzept erarbeitet und realisiert, das den genannten Auswirkungen an den Bahnübergängen entgegenwirke. Ein sofortiges Handeln erscheine geboten, erklärt Sylvia Meier.

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