„Schon ein bisschen stolz“

Sommerbad Stadensen: Behindertengerechter Sanitärtrakt eingeweiht

Diese behindertengerechte Umkleide mit WC und Dusche wurde nun im Sommerbad Stadensen eingeweiht. Nach Recherchen des Vorstandes der Interessengemeinschaft ist es kreisweit die einzige ihrer Art in einem Freibad.
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Diese behindertengerechte Umkleide mit WC und Dusche wurde nun im Sommerbad Stadensen eingeweiht. Nach Recherchen des Vorstandes der Interessengemeinschaft ist es kreisweit die einzige ihrer Art in einem Freibad.

Stadensen – Rauchschwaden von glühender Grillkohle kündeten Großartiges an, etwas, das gefeiert werden musste. Im Sommerbad Stadensen gibt es seit Freitag kreisweit die einzig wirklich behindertengerechte Umkleidekabine mit Dusche und WC in einem Freibad.

Das jedenfalls haben die Recherchen des Vorstandes der Interessengemeinschaft Sommerbad Stadensen (ISO) ergeben.

„Dieser Anbau bildet heute auch den Abschluss unseres Leader-Förderprojektes“, begrüßte ISO-Vorsitzender Reinhard Wagner Gäste und Helfer zu einer kleinen Feierstunde unter Einhaltung der maßgebenden Abstandsregeln. Neben der neuen Umkleide gehören auch Spielgeräte zum Gesamtprojekt, die aber wegen der geltenden Vorschriften erst zu einem späteren Zeitpunkt ausgepackt und aufgestellt werden.

53  000 Euro investiert

Ideengeber für den Anbau war Thomas Schulz, der selbst gehandicapt ist und im ISO-Vorstand mitarbeitet. „Das Gebäude steht jetzt genauso da, wie ich es mir gedacht habe. Das macht mich schon ein bisschen stolz“, dankte Schulz auch dem Planer Ralf Sauer für die baureife Umsetzung seiner Ideen.

„Das Projektvolumen umfasste rund 53 000 Euro“, erläuterte Wagner die Kosten. „Das Land Niedersachsen und die Gemeinden Wrestedt und Suderburg unterstützten uns mit Zuschüssen in Höhe von insgesamt 8000 Euro und über das Leader-Programm Heideregion Uelzen werden wir nach Einreichung der Verwendungsnachweise wohl 32 000 Euro erhalten.“

Unter Berücksichtigung von Mehrkosten verbleibt bei der ISO ein Eigenanteil von etwa 15 000 Euro. „Auch wenn wir in diesem Jahr durch den Ausfall beliebter Veranstaltungen die Einkünfte nicht aufbessern können, ist die Finanzierung aus Rücklagen gesichert“, betonte Wagner. Gleichwohl: „Spenden sind natürlich immer willkommen.“

Weitere Pläne geschmiedet

Dafür sorgte gleich im Anschluss Bürgermeister Peter Ramünke mit einem Umschlag. „Schön, dass ihr eure Gedanken habt umsetzen können. In Stadensen herrscht ein guter Geist“, lobte Ramünke das Engagement des ISO-Vorstandes und der vielen Helfer.

Auf dem Freigelände gab es dann für alle den verdienten Lohn vom Holzkohlegrill und mit kühlen Getränken. Und es wurden nebenbei Pläne geschmiedet, um das Bad noch attraktiver zu gestalten, vor allem für junge Leute und Familien mit Kindern. VON ULRICH BLEUEL

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