Verein Wieren 2030 schreibt Brief an Abgeordnete und will besseren Bahnübergang auf der L 270

In Wieren: „Die Situation ist besch...“

Der Bahnübergang auf der Landesstraße 270 in Wieren ist den Anwohnern schon länger ein Dorn im Auge. Jetzt hat sich der Verein Wieren 2030 entschlossen, mit einem Brief die Bundestagsabgeordneten auf das Problem aufmerksam zu machen.
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Der Bahnübergang auf der Landesstraße 270 in Wieren ist den Anwohnern schon länger ein Dorn im Auge. Jetzt hat sich der Verein Wieren 2030 entschlossen, mit einem Brief die Bundestagsabgeordneten auf das Problem aufmerksam zu machen.

Wieren. Autos und Lkws müssen heftig abbremsen, wenn sie bei der Fahrt über den Bahnübergang in Wieren auf der L  270 nicht heftig durchgerüttelt werden wollen.

Andere Autofahrer weichen einfach auf den für Radfahrer vorgesehenen Streifen aus, um das Tempo nicht groß verringern zu müssen. Dabei verursachen die Fahrzeuge auch Krach.

Den Wierenern ist der Bahnübergang schon seit langem ein Dorn im Auge. Jetzt will der Dorfverein Wieren 2030 mit einem Brief an die beiden Bundestagsabgeordneten Henning Otte (CDU) und Kirsten Lühmann (SPD) sowie die Landtagsabgeordneten Heiner Scholing (Grüne) und Jörg Hillmer (CDU) sowie die Landesstraßenbaubehörde Lüneburg auf das Problem aufmerksam machen. Das beschloss man jetzt beim Stammtisch von Wieren 2030. Der Grund: Die Gemeinde Wrestedt und auch die Wierener sind laut stellvertretendem Gemeindedirektor Alexander Kahlert in den vergangenen Jahren zusammen mit der Bahn keiner Lösung näher gekommen. Zudem habe ein Bahn-Mitarbeiter klar gemacht, dass vor 2028, wenn die Arbeiten an der Amerikalinie wahrscheinlich beginnen, nichts gemacht werde. Die Forderung von Wieren 2030 ist ein Bahnübergang auf gleichem Höhenniveau wie die Landesstraße.

„Insgesamt ist die Situation beschissen, und in Richtung Bodenteich ist das eher die Sprungschanze von Obersdorf“, sagt Kahlert über den Bahnübergang. Nur mit Hilfe der Bundestagsabgeordneten könnte die Bahn dazu gebracht werden, endlich Abhilfe zu schaffen. „Die Bahn ist sonst so beweglich wie eine Betonwand“, sagt Kahlert über den Staatskonzern. Die Lösung liege beim Bund. Wenn dieser Geld gäbe, würde die Bahn auch handeln, ist er überzeugt.

In dem Brief selbst beschreibt der Verein Wieren 2030 Szenen, die sich jeden Tag am Bahnübergang abspielen. Den Lärm durch Lkws und Traktoren, wenn sie über den tiefer liegenden Bahnübergang fahren, oder die Irritationen, die die vermeintlichen Signale mit der Lichthupe bei entgegenkommenden Autofahrern auslösen. „Es kommt schon vor, dass Autofahrer deshalb plötzlich abbiegen oder abbremsen“, berichtet Dieter Schoop, der bei Wieren 2030 das Thema Verkehr verantwortet. Auch Fußgänger und Radfahrer seien am Bahnübergang gefährdet, weil viele Autofahrer, um den Unebenheiten auszuweichen, auf den Fußweg fahren. „Der Bahnübergang entspricht in keinster Weise den Anforderungen an einen Bahnübergang“, heißt es folglich im Schreiben des Vereins.

Die Unebenheit sehe man auch an den unzähligen Radkappen, die an den Zäunen hängen, meint Schoop und sagt mit Galgenhumor: „Eigentlich haben wir von jedem Fabrikat eine Radkappe dort hängen. Wer also eine braucht, findet dort bestimmt eine passende für sein Auto.“

Von Lars Lohmann

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