Sicher auf der Kreisstraße

Gerade wenn der Verkehr auf der Bundesstraße 4 umgeleitet werden muss, sind die Radfahrer auf der Kreisstraße gefährdet. Foto: Ph. Schulze

Stadensen. Einen Radweg von Stadensen zur Bundesstraße 4 – dafür will sich die SPD/Gruppe Altmann stark machen und beantragte vor der jüngsten Sitzung des Gemeinderates eben dieses Thema zu behandeln. Doch schnell wurde klar, dass der Antrag umformuliert werden muss.

„Es gibt eine Prioritätenliste des Landkreises und die Samtgemeinde muss intern klären, welche Maßnahme am dringensten ist“, erläuterte Stadensens Gemeindedirektor Harald Benecke. Deshalb muss es lauten, dass die Gemeinde bei der Samtgemeinde Wrestedt beantragt, sich für eben diesen Radweg auszusprechen. Der Antrag wird nun vermutlich an die neue Samtgemeinde Aue gestellt werden. Zumal die Samtgemeinde Wrestedt erst im vergangenen Jahr mit der Sanierung des Radweges von Wrestedt nach Niendorf II an der Reihe war. „Vielleicht ergibt sich ja durch die Fusion eine andere Reihenfolge“, stellte Benecke in Aussicht.

„Finanziert der Landkreis nur voll ausgebaute Radwege oder auch abgespeckte Formen“, fragte Christine Altmann mit Blick auf den Bürgerpfad nach Nettelkamp, der mit Hilfe von Spenden und Eigenleistung erstellt wurde (die AZ berichtete). Doch Alexander Kahlert, stellvertretender Gemeindedirektor, schränkte gleich ein, dass ein solches Unterfangen an einer Kreisstraße nicht möglich wäre. Und SPD-Ratsherr Andreas Dobslaw äußerte den Wunsch, Radwege nicht danach zu vergeben, wer dran ist, sondern danach, welcher Weg auch wirklich sinnvoll ist. „Es sollten möglichst alle Radwege eingetragen werden und vor allem Lücken geschlossen werden“, schlug er vor. Und er betonte, dass die Strecke zwischen B 4 und Stadensen eine Umleitungsstrecke ist, die bei Unfällen auf der Bundesstraße hoch frequentiert ist. Ein Grund mehr, der einen Radweg rechtfertigt.

„Ich habe die Prioritätenliste des Landkreises Uelzen angefordert“, sagte Harald Benecke. Den Antrag an die Samtgemeinde trugen alle Ratsmitglieder einstimmig mit.

Von Jörn Nolting

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