Reste der ehemaligen Möbelfabrik bleiben

Schuttberg in Wieren: „Da tut sich nichts“

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Von einem „Schandfleck“ sprechen die Wierener, wenn von dem Schutthaufen an der Kirche die Rede ist.

Wieren. Ein bunter Teppich aus Blumen und Gräsern bedeckt den Schutthaufen unweit der Wierener Kirche mitten im Ortskern.

Von einem „optischen Schandfleck“ spricht der stellvertretende Gemeindedirektor Alexander Kahlert, wenn es um die Überreste der 1990 in Konkurs geratenen Möbelfabrik geht, von einem „Ärgernis“ Wrestedts Bürgermeister Heinz-Hermann Schulze.

Allerdings: „Es ist kein schöner Anblick, aber es gibt keine Möglichkeit, rechtlich etwas dagegen zu machen“, erklärt Kahlert rund drei Jahre nach dem Abriss, und auch Schulze stellt mit Bedauern fest: „Wir sind bei dieser Fläche, muss man sagen, nicht richtig weitergekommen.“ Denn das Grundstück sei von Seiten des Eigentümers nicht verfügbar.

Umso ärgerlicher: In der Zwischenzeit haben laut Verwaltung zwei Lebensmittelgeschäfte Interesse an der Fläche signalisiert. „Aber wenn das Grundstück nicht verfügbar ist, ist das ein bisschen schwierig“, sagt Kahlert. Wobei Wieren ohnehin für große Märkte „kein interessanter Standort sei“ – zu wenig Einwohner und eine gute Versorgung in den umliegenden Orten Bad Bodenteich, Uelzen und Wrestedt schmälerten Kaufkraft und damit Attraktivität. Und so gilt bei diesem Thema: „Still ruht der See“, wie Jochen Steinhagen, Sprecher der Aktion „Wieren 2030“, sagt. In den Arbeitsgruppen der Initiative war der Schuttberg ebenfalls Thema, allerdings hätten auch die Mitglieder dabei auf Granit gebissen, bemerkt Steinhagen. „Da tut sich gar nichts.“ Doch auch er ist sicher: Ein Lebensmittelladen müsste her. Steinhagen: „Wir werden alle immer älter. Wie lange können wir noch fahren?“ [...]

Von Anna Petersen

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