Schulstandorte sind nicht in Gefahr

Auch in Zukunft wird Lehrerin Uta Wischof neue Schüler an der Wrestedter Grundschule begrüßen können. Gleiches gilt für die Schule in Wieren, denn beide Standorte sollen erhalten bleiben.

Wrestedt - Von Jörn Nolting. Auch wenn die Samtgemeinde Wrestedt künftig mit weniger Schülern auskommen muss, so sehen die Vertreter der Verwaltung und die Schulleiter ihre beiden Schulstandorte Wrestedt und Wieren nicht in Gefahr. Das Gutachten zur Schulentwicklung war das Hauptthema des Schulausschusses am Dienstag.

Wie die anderen Kommunen im Landkreis Uelzen auch, macht sich der demographische Wandel auch in der Samtgemeinde Wrestedt bemerkbar. „Es sind durchschnittliche Zahlen“, sagte Samtgemeindebürgermeister Harald Benecke zu den Auszügen aus dem Schulentwicklungsplan. So ist in der Grundschule Wieren bis zum Jahr 2016/2017 die Einzügigkeit gesichert. Die Schülerzahlen sinken von aktuell 136 auf prognostizierte 90 in sieben Jahren. Ähnlich verhält es sich in der Wrestedter Grundschule. Aktuell sind es 160 Schüler, im Jahr 2015/2016 werden es voraussichtlich nur noch 108 sein.

Während die beiden Standorte Lüder und Soltendieck in der Samtgemeinde Bodenteich aufgrund ihrer Größe in der Diskussion stehen, geht Benecke davon aus, dass die beiden Wrestedter Standorte „nicht unbedingt“ gefährdet sind. Wrestedts Schulleiterin Annette Schneider blickt in die mögliche Zukunft: „Wenn wir nur noch einen Schulstandort haben, dann werden wir nicht genügend Räume für alle Schüler haben und müssten anbauen.“ Dann müsste also die neue Samtgemeinde Aue, die dann der neue Schulträger wird, Geld in die Hand nehmen. Und auch die Frage nach der Nachnutzung eines ehemaligen Schulgebäudes wirft die Frage auf, wer Interesse haben könnte. Gibt es jedoch auch künftig zwei Schulen, dann wird es im Schnitt 2,5 Klassen geben. Das Modell „Außenstelle“ halten weder Schneider noch ihr Schulleiterkollege aus Wieren, Wolfgang Hadel, für sinnvoll: „Das hat kein Einsparpotential für die Samtgemeinde, sondern nur für das Land Niedersachsen.“ Das Land propagiert jedoch, kleine Fachkonferenzen schulübergreifend zu veranstalten. „Das Szenario, beide Schulen zusammen zu legen wird nicht funktionieren“, ist sich Benecke sicher. Sonst hätte die Kommune nicht erst kürzlich in die Gebäude investiert. Und auch über eine energetische Sanierung der Wierener Turnhalle wird nachgedacht.

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