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Schulhof in Wieren wird zur Spiel- und Hügellandschaft

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Von: Bernd Schossadowski

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Das Foto zeigt das Hauptgebäude der Grundschule Wieren, Teile des Außengeländes und die Sporthalle.
Auf der Rasenfläche neben der sanierten Turnhalle (rechts) und vor dem mehrgeschossigen Hauptgebäude der Grundschule Wieren (hinten links) soll die naturnahe Spiel- und Hügellandschaft geschaffen werden. © Bernd Schossadowski

Auf dem Außengelände der Grundschule Wieren soll eine naturnahe Spiel- und Hügellandschaft geschaffen werden. Ein erster Vorentwurf der Planungen wurde jetzt im Bauausschuss der Samtgemeinde Aue vorgestellt.

Wieren – Eine abenteuerliche Spiellandschaft, bestehend aus drei Hügeln mit einer Baumstammtreppe als Aufstieg und einer „Wildnis“ aus gepflanzten Sträuchern. Außerdem eine Wackelbrücke als Verbindung zwischen zwei Hügeln. Daneben ein Fußballfeld mit Toren, eine Balancieranlage, eine Hangrutsche, zahlreiche neue Bäume und ein multifunktionales Spielgerät zum Wippen. Und nicht zuletzt Sandsteinblöcke zum Sitzen, die als Klassenzimmer im Freien unter einer Kastanie genutzt werden können.

Das und vieles mehr soll auf dem Außengelände der Grundschule Wieren geschaffen werden. Erarbeitet worden ist dieses Konzept von einem Büro für Landschafts- und Freiraumplanung aus Hannover. In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses der Samtgemeinde Aue wurde dazu ein erster Vorentwurf präsentiert.

Entstehen soll die naturnahe Spiel- und Hügellandschaft auf einem derzeit als Rasenfläche angelegten Areal neben der sanierten Sporthalle. Weitere Erlebnisräume sind vor dem mehrgeschossigen Hauptgebäude der Schule geplant, wo sich schon einige Spielgeräte befinden. Um den Umbau des Geländes zu ermöglichen, wollen sich auch der Förderverein der Grundschule und der Schul-elternrat engagieren. Zudem hatten die Schüler bei der Erstellung des Konzepts für die Spiel- und Hügellandschaft eigene Ideen eingebracht.

Das Ziel der Umgestaltung ist, dass die Kinder auf dem Freigelände später selbst Gartenarbeit kennenlernen und Pflanzaktionen vornehmen können. Der Schule liegt am Herzen, die Mädchen und Jungen für eine gesunde Lebensweise und den rücksichtsvollen Umgang mit der Natur zu sensibilisieren. Mit der Aufwertung des Geländes sollen langfristig Themen wie Klima- und Naturschutz sowie Nachhaltigkeit ins Bewusstsein gerückt werden.

Zum Zeitplan für die Umsetzung des Freiraumkonzepts kann Samtgemeindebürgermeister Michael Müller allerdings noch nichts sagen. „Wir sind noch in der Findungsphase“, erklärt er auf AZ-Anfrage. Die Schule wolle jetzt versuchen, Spenden für das Vorhaben zu gewinnen. Erst danach könnten die Planungen mit Leben erfüllt werden. „Das Ziel ist, den Schulhof Stück für Stück moderner zu gestalten“, sagt Müller. Auch er verweist darauf, dass es sich bislang nur einen Vorentwurf handelt. Alles Weitere müsse im Rahmen der Entwurfs- und Ausführungsplanung konkretisiert werden.

Einen finanziellen Beitrag zur Realisierung dieses Projekts bildet eine Spende der Bürgerstiftung für den Landkreis Uelzen. Wie berichtet, hatte deren Vorsitzender Heike Blume im Oktober einen Scheck über 2000 Euro an Wierens Schulleiterin Gyda Dalby überreicht. Damit möchte die Stiftung den Bau der Spiel- und Hügellandschaft unterstützen.

Mit der Spende wurde zudem das Konzept prämiert, das die Grundschule Wieren bei dem von der Bürgerstiftung ausgerufenen Ideenwettbewerb zur Nachhaltigkeit sowie zum Natur- und Artenschutz eingereicht hatte. Die beiden weiteren Preisträger neben Wieren sind die Uelzener Lucas-Backmeister-Schule und die Grundschule Rosche. Daneben hatte die Neue Auetal-Schule in Lüder den mit 500 Euro dotierten Sonderpreis gewonnen.

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