Schüler ermöglichen Brunnenbau

Wieren - Von Jörn Nolting. Da hat sich das Laufen für die Wierener Grundschüler gelohnt. Runde um Runde drehten die Erst- und Zweitklässler im letzten Jahr und trainierten nicht nur ihre Fitness, sondern erliefen sich Geld für einen guten Zweck. 1866 Euro kamen am Ende für ein Brunnenprojekt in Kambodscha heraus. „Mit dem Geld wurden sechs Brunnen gebaut“, sagt Monika Refardt. Sie hat das Projekt der Wierener Grundschule vorgeschlagen und Schulleiter Wolfgang Hadel war von der Idee sofort begeistert. Mit Hilfe von Sponsoren, die für jede Runde der Erst- und Zweitklässler bezahlt hatten, kam das Geld zusammen.

Inzwischen hat Monika Refardt Fotos von insgesamt 23 errichteten Brunnen erhalten, darunter auch die von der Grundschule Wieren. Gebaut wurden sie in der Gemeinde Pro Phnom. Die Namen der Spender sind auf dem Zementsockel des Brunnens aufgetragen.

Das Brunnenprojekt wird vom Sodi (Solidaritätsdienst International) geleitet. Die Dankesurkunden für die Grundschüler sind noch nicht in Wieren angekommen, deshalb sollen die Fotos darüber hinwegtrösten.

Kambodscha gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Mehr als zwei Drittel der Menschen leben in Armut. Zu den Schlüsselproblemen bei der Überwindung der Armut gehört der Zugang zu sauberem Wasser und sanitärer Grundversorgung. Das Programm der kambodschanischen Regierung „Trinkwasser und sanitäre Grundversorgung auf dem Lande“ gibt als Ziel vor, dass bis zum Jahr 2025 alle Bewohner des ländlichen Raums über sauberes Wasser und hygienische sanitäre Verhältnisse verfügen sollen.

Das kambodschanische Millenniumsprogramm sieht vor, den Anteil des Zugangs der Landbevölkerung zu sauberem Wasser von 24 Prozent (1998) auf 50 Prozent in 2015 zu erhöhen. Auch der Anteil, der Menschen, die Zugang zu Toiletten haben, soll von 8,6 Prozent (1996) auf 30 Prozent in 2015 erhöht werden.

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