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Projekt an der L 270 in Richtung Esterholzer Kreisel: Land stellt Zeitplan vor

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Von: Bernd Schossadowski

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Zwischen dem Ortsausgang von Wieren und dem Esterholzer Kreisel will das Land ab 2025 einen Radweg bauen.
Zwischen dem Ortsausgang von Wieren und dem Esterholzer Kreisel will das Land ab 2025 einen Radweg bauen. Die 3,8 Kilometer Verbindung wird auf der westlichen Seite der L 270 (im Bild links) entstehen. © Schossadowski, Bernd

Der Esterholzer Kreisel ist eingeweiht, doch an der L 270 gibt es weitere Bauprojekte. Ein Radweg soll künftig den Kreisel mit dem Ortseingang von Wieren verbinden.

Wieren/Esterholz – Der am Dienstag eingeweihte neue Kreisel bei Esterholz (AZ berichtete) ist nicht das einzige Bauprojekt auf der L 270. Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr wird in den kommenden Jahren auch einen Radweg an der viel befahrenen Straße bauen, und zwar zwischen dem Ortsausgang von Wieren und dem Esterholzer Kreisel. Details dazu hat Anica Ebeling, Pressesprecherin des Geschäftsbereichs Lüneburg der Landesbehörde, jetzt auf AZ-Anfrage mitgeteilt.

„Der Radweg wird rund 3,8 Kilometer lang sowie 2,50 Meter breit und in Asphalt gebaut sein“, erklärte Ebeling. Die Verbindung werde auf der westlichen Seite der L 270 entstehen. Sofern im Haushalt 2023 der Landesbehörde entsprechende Mittel vorhanden seien, werde das Baufeld für den neuen Radweg Ende nächsten Jahres freigemacht. Dann werden dort unter anderem Bäume gefällt.

Land finanziert den Bau zu 100 Prozent

„Für 2024 ist die Errichtung der geplanten Radwegbrücke vorgesehen. 2025 soll dann der Bau des Radweges stattfinden“, kündigt Ebeling an. Der Anschluss an den Esterholzer Kreisel werde gegeben sein. „Dies wurde beim Bau des Kreisels bereits berücksichtigt“, erklärt die Pressesprecherin. Der Radweg werde zu 100 Prozent durch das Land Niedersachsen finanziert. Nähere Angaben zur Höhe der Kosten könne die Behörde zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht machen.

Die Bürgeraktion „Wieren 2030“ begrüßt das Vorhaben der Landesbehörde. „Wir finden es gut, dass es endlich vorangeht. Wir hatten das aus Gründen der Verkehrssicherheit schon mehrfach angeregt“, sagt Vorstandsmitglied Dieter Schoop. Insbesondere im Hinblick auf den geplanten Tunnel unter dem Bahnübergang der L 270 in Wieren sei es wichtig, dass dort ein direkter Anschluss an den neuen Radweg hergestellt werde, betont Schoop.

Auch für Andreas Dobslaw, Geschäftsführer der Unfallkommission für Stadt und Landkreis Uelzen, sind die Radweg-Pläne des Landes eine gute Nachricht. „Wir sind sehr erfreut darüber, dass der Bau endlich starten kann“, sagt er. Die Unfallkommission habe sich schon seit Jahren für den Radweg zwischen Wieren und Esterholz ausgesprochen, um diesen Bereich für Radfahrer sicher zu machen. Jetzt hofft Dobslaw, dass auch am nördlich angrenzenden Abschnitt der L 270 zwischen dem Esterholzer Kreisel und Uelzen ein Radweg gebaut wird. Dann könnten Radler von Bad Bodenteich auf direktem Weg bis in die Hansestadt fahren, blickt Dobslaw voraus.

Stadt Uelzen setzt sich für Lückenschluss ein

Der Bau einer Verbindung zwischen dem Esterholzer Kreisel und Uelzen sei im Radwegekonzept des Geschäftsbereichs Lüneburg aufgenommen, bestätigt Anica Ebeling. Allerdings seien andere Radwege auf der Liste höher priorisiert. Daher könne die Landesbehörde derzeit keine genaue Zeitplanung zum Bau eines Radwegs nördlich von Esterholz nennen.

Für diesen spricht sich auch die Hansestadt Uelzen aus. „Die Stadtverwaltung wird jetzt an die Landesstraßenbaubehörde Lüneburg herantreten. Die Hansestadt ist weiterhin sehr an einem beschleunigten Bau des Lückenschlusses interessiert, wird dies deutlich machen und gemeinsam mit der Landesbehörde prüfen, wie eine Unterstützung möglich ist“, erklärt Ute Krüger, Pressesprecherin der Stadt Uelzen.

Die Landesstraßenbaubehörde kündigt unterdessen ein weiteres Projekt im Uelzener Südkreis an: Der Radweg an der L 265 zwischen Bad Bodenteich und Kattien wird erneuert. Ab dem 1. November ist dort mit Verkehrseinschränkungen zu rechnen. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis Mitte November andauern, der Verkehr werde umgeleitet, teilte die Behörde mit (AZ-Bericht folgt in der nächsten Woche).

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