Neues Gebäude bezogen / Holzrahmenbau auf zwei Etagen

Private Grundschule in Lüder: Helle Farben und ganz viel Licht

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Bequemes Mobiliar und offene Regale: Nadja Tabbasch (links), zuständig für die Nachmittagsbetreuung, und die pädagogische Mitarbeiterin Madushani Monard haben in einem der beiden Klassenzimmer der Neuen Auetal-Schule Platz genommen.

Lüder. In den Räumen und im Flur riecht es nach frischem Holz. Der Duft stammt von den Balken der Neuen Auetal-Schule in Lüder, die erst wenige Wochen alt sind. Im Speiseraum empfängt den Besucher jedoch ein ganz anderer, aber nicht minder angenehmer Geruch.

„Bei uns gab es heute Sauerkraut zum Mittagessen“, verrät Madushani Monard und grinst.

Die pädagogische Mitarbeiterin der privaten Grundschule und Vorsitzende des gemeinnützigen Trägervereins Kult-Ur-Dorf hat auch allen Grund zur Freude. Vor Kurzem ist die im August gestartete Grundschule in ihr nagelneues Gebäude neben dem Sportplatz des TSV Lüder eingezogen. Zuvor waren die Kinder im Haus von Familie Monard unterrichtet worden.

Etwa 400 Quadratmeter Fläche stehen am neuen Standort zur Verfügung. Das Gebäude wurde innerhalb von einem halben Jahr in Holzrahmenbauweise errichtet. Es hat zwei Satteldächer, die mit einem Flachdachbereich verbunden sind. 14 Schüler der ersten bis dritten Jahrgänge werden von Schulleiterin Simone Haase nach der Montessori-Pädagogik unterrichtet. Dabei sollen die Kinder an das eigenverantwortliche und selbstständige Lernen herangeführt werden. „Wir haben nicht nur Schüler aus der Region Uelzen, sondern auch aus den Landkreisen Gifhorn und Celle“, berichtet Madushani Monard. „Die Nachfrage aus dem Gifhorner Raum steigt immens an.“

Rote und gelbe Holzbalken: Sie sieht der Eingangsbereich der neuen Schule in Lüder aus.

Auch architektonisch orientiert sich das Gebäude an den Montessori-Prinzipien. „Die offene Bauweise ist dafür ganz typisch. Die Flure sollen für die Kinder immer überblickbar sein“, erklärt Architekt Marcel Monard, der zusammen mit seiner Ehefrau Carola Gräflich den Neubau entworfen hat. Es gibt viele helle, offene Bereiche, dazu Fenster, die von den beiden Klassenzimmern auf den Gang führen. Überdies hat jeder Raum eine Akustikdecke, die den Geräuschpegel deutlich senkt.

Ein besonderer Blickfang ist eine geschwungene Galerie im Obergeschoss, die den Blick auf ein lichtdurchflutetes Foyer freigibt. Im ersten Stock gibt es zudem separate Arbeitsbereiche. „Das Ziel ist, dass die dritten und vierten Klassen oben arbeiten und die kleineren Kinder eher unten“, erläutert Madushani Monard.

Das Schulgebäude fällt aber auch farblich ins Auge. Die Fassaden sind in Rot, Gelb und Grün gestaltet, innen dominieren hellgelbe und beige Farbtöne. Warmes LED-Licht sorgt für eine angenehme Beleuchtung. „Man merkt, dass sich die Kinder hier sehr wohlfühlen“, sagt Madushani Monard. „Sie gehen sehr wertschätzend mit dem Gebäude um.“ Auch die Eltern identifizieren sich stark mit der Schule. Zusammen mit dem Trägerverein haben sie beim Bau mitgeholfen und beispielsweise Malerarbeiten und den Einbau der Türen übernommen.

„Bei den Gesamtkosten werden wir deutlich unter 700.000 Euro landen. Das ist eine Spitzenzahl“, freut sich Carola Gräflich. Im Januar soll die Neue Auetal-Schule dann mit einem Fest offiziell eingeweiht werden.

Von Bernd Schossadowski

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