Wieren: Bauausschuss empfiehlt Sanierung / Anlieger mit 90 Prozent beteiligt

Neues Pflaster für Droher Straße

Auf der Droher Straße müssen die Fahrzeuge derzeit noch Slalom um die Schlaglöcher fahren. Dieser Zustand soll sich mit der Erschließung der Straße ändern. Foto: Ph. Schulze

Wieren. Die Droher Straße in Wieren ist marode und dringend sanierungsbedürftig – da waren sich die Mitglieder des Bauausschusses der Gemeinde Wieren einig. Für den innerörtlichen Teil der Straße muss die Gemeinde aufkommen, oder besser gesagt die Anwohner.

„Die Straße wurde Anfang der 60er Jahre mit einer Makadam-Decke erstellt“, erläuterte der stellvertretende Gemeindedirektor Alexander Kahlert. Es handelt sich für die Verwaltung um eine „leichte Befestigung eines Wirtschaftsweges“. Nach 50 Jahren ist die Straße nun kaputt und vor allem nicht mehr frostsicher. Also ist ein Ausbau nötig. Doch wie es ausssieht, müssen sich die Anwohner an dem Ausbau beteiligen. Neben der Straße muss übrigens auch der Regenwasserkanal saniert werden. 5,90 Meter breit mit einer Gosse von 50 Zentimetern – in diesem Ausmaß wird die Straße ausgebaut. Notwendig wird die Sanierung vor allem auch deshalb, weil nicht nur Autos die Droher Straße nutzen, sondern auch die schweren Lkws der Firma Formata – einer der Anlieger. Auch das Fitness-Studio Step by Step liegt an der Droher Straße und wird sich ebenfalls an den Kosten beteiligen müssen. Dafür entstehen gegenüber des Sportzentrums zehn neue Parkplätze, die auch bei Beerdigungen auf dem nahgelegenen Friedhof genutzt werden können. Vier Parkplätze entstehen auch bei der Firma Formata. „Wir werden außerdem noch vier Straßenlaternen aufstellen und elf Hainbuchen entlang der Straße pflanzen“, schildert Kahlert. Des Weiteren wird die Straße auf der Hälfte des innerörtlichen Abschnitts verschwenkt, damit sie nicht schnurgerade verläuft und die Verkehrsteilnehmer ausgebremst werden.

300 000 Euro betragen die Gesamtkosten der Maßnahme. 90 Prozent der Kosten würden auf die Anlieger verteilt werden. Doch die legen das Vorhaben als Sanierung aus. Dann müsste die Gemeinde für den größten Teil der Kosten aufkommen. Für die Gemeinde ist es ein Erstausbau, weil die Straße nur befestigt, aber nie richtig ausgebaut wurde. Um die Anlieger umfassend zu informieren, ist eine Anliegerversammlung geplant. Ein genaues Datum steht allerdings noch nicht fest.

„Wir wollen zum Jahreswechsel die Maßnahme ausschreiben“, sagt Kahlert. Vor März wird mit dem Bau wohl nicht begonnen. Kahlert rechnet mit einer Bauzeit von drei Monaten.

Von Jörn Nolting

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