Bürgeraktion „Wieren 2030“ hat Fuß- und Radweg im Ort verlängert

Wieren: Neuer Trampelpfad entlang der Aue

Ein Teilstück des Weges führt am Wierener Sportplatz entlang.
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Ein Teilstück des Weges führt am Wierener Sportplatz entlang.

Wieren – Gerade jetzt in der Corona-Zeit sind ortsnahe Wander- und Spazierwege gesucht, die möglichst abseits von Straßen entlang führen und den gewünschten Abstand ermöglichen.

Die Bürgeraktion „Wieren 2030“ um Sprecher Jochen Steinhagen treibt schon seit vielen Jahren die Idee um, entlang der Aue solch eine Möglichkeit zu schaffen. Da bot es sich an, den im Rahmen der Dorf- erneuerung im Jahr 1980 erstellten Fuß- und Radweg, der auch Teil des Ilmenauradweges ist, zu verlängern.

Jetzt ist zunächst ein Trampelpfad entstanden, weitgehend auf dem ungenutzten Damm für die Abwasserleitung. Dieser ist auch schon kartiert. Ehrenamtliche Helfer haben im Sommer gemäht und den Pfad von Gestrüpp freigeschnitten. Er ist auch jetzt im Winter problemlos zu nutzen.

Ortsfremde sind überrascht, wenn sie auf dem fast 18 Kilometer langen Spazier- und Wanderpfad an den romantischsten und schönsten Plätzen Wierens vorbeikommen. Startet man am Parkplatz an der Dorfstraße, wird zunächst die „Ponderosa“ umrundet. Dort sieht man ein mit viel Liebe gestaltetes Fachwerkhaus mit Nebengebäuden, Gärten und Teichen. Das ehemalige Spritzenhaus mit dem Grillunterstand liegt genau gegenüber an der Aue. Bevor man zur alten Feldsteinkirche aus dem 12. Jahrhundert und dem Ehrenmal kommt, öffnet sich der Blick auf die neue, 1910 geweihte St. Jakobuskirche.

An der historischen Wassermühle endet der befestigte und ausgeschilderte Rad- und Wanderweg. Wenn auch nicht befestigt, so haben jedoch der rechts abgehende Weg und der dann folgende Trampelpfad einiges zu bieten: Pferde grasen auf den Koppeln, Schafe sind am Ufer der Aue zu sehen.

Holzbrücke trägt den Namen „Jungfernstieg“

Etwas enger wird es unter einer Brücke. Die Kreisstraße nach Nettelkamp überquert dort die Aue. Der Kindergarten und die Krippe grenzen direkt an den nun wieder befahrbaren Weg, ebenso der vorm Aus stehende Jugendzeltlagerplatz. Der Sportplatz und der Übungsplatz der Feuerwehr schließen sich an.

Noch wenige Schritte, und schon schreitet man über eine Holzbrücke. Warum man vom „Jungfernstieg“ spricht, das bleibt das Geheimnis der Wierener Bürger. Auf alle Fälle hat der Spaziergänger jetzt das Ziel mit Turnhalle, Grundschule und Sommerbad an der Ernst-Rust-Straße erreicht. (ds)

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