Nur vier Anmeldungen für Betreuungsangebot der Samtgemeinde Aue in der Grundschule

Neuer Hort in Wrestedt wird kaum nachgefragt

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Im Hort in Bad Bodenteich, hier eine Back-Aktion mit Erzieherin Imke Dietterle, herrscht rege Nachfrage nach Plätzen. Anders sieht das aber im Wrestedter Hort aus. 

Wrestedt – Seit dem Schuljahresbeginn im August gibt es den Hort „Seelensprung“, den der Paritätische Wohlfahrtsverband in der Grundschule Wrestedt betreibt.

Doch die Zahl der angemeldeten Kinder ist noch sehr gering, berichtete Aues Samtgemeindebürgermeister Michael Müller vor Kurzem im Schulausschuss.

Ursprünglich hätten 20 Eltern Interesse an einer Hortbetreuung ihrer Kinder in Wrestedt signalisiert. Aktuell werde der Hort aber nur von vier Kindern besucht, bedauerte Müller. „Nicht nur ich, sondern auch die politischen Gremien sind darüber enttäuscht“, gab er offen zu. Die Samtgemeinde habe Geld in das neue Betreuungsangebot für Grundschulkinder investiert, doch die Resonanz sei bislang sehr mager.

Müller schlug daher eine Werbeaktion vor: Alle Eltern von Schulkindern der ersten bis vierten Klassen in Wrestedt werden angeschrieben und auf das Angebot des örtlichen Horts aufmerksam gemacht. „Man könnte dann zum Halbjahr noch mal die Auslastung betrachten und überlegen, wie man mit dem Hort umgeht“, sagte Müller. Zugleich stellte er klar: „Der Hort ist eine freiwillige Aufgabe der Samtgemeinde.“

Wesentlich besser wird hingegen die Mittagsbetreuung in der Grundschule Wrestedt angenommen. 22 Kinder wurden für dieses bereits seit Jahren etablierte Angebot, das montags bis freitags von 12.30 bis 14.30 Uhr stattfindet, angemeldet.

Der Wrestedter Hort wird von Petra Hähner geleitet und ist montags bis freitags von 12.30 bis 16.30 Uhr geöffnet. Zusätzlich gibt es unter der Woche eine Ferienbetreuung zwischen 8 und 16.30 Uhr. Wrestedts Schulleiterin Annette Schneider ist überzeugt, dass die Nachfrage nach Hortplätzen steigen wird: „Ich habe die Hoffnung, dass die Eltern sehen, es gibt hier einen Hort und der ist personell gut besetzt, sodass es zusätzliche Anmeldungen geben wird.“

Weniger zuversichtlich ist Schulausschussmitglied Sylvia Meier (SPD). „Ich habe nicht die ganz große Hoffnung, dass sich zum Schulhalbjahreswechsel etwas ändert“, meinte sie. Optimistischer zeigte sich Torben Schoop (CDU). „Ich hoffe auf einen positiven Effekt“, sagte er. In Holdenstedt sei das Ganze auch erst schleppend gestartet, doch danach hätten die Anmeldezahlen deutlich zugenommen.

VON BERND SCHOSSADOWSKI 

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