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Neuer Glanz von Dach bis Boden

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Von: Bernd Schossadowski

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Die aus den frühen 1960er-Jahren stammende Sporthalle der Grundschule soll modernisiert werden. Fotos: Schossadowski
Die aus den frühen 1960er-Jahren stammende Sporthalle der Grundschule soll modernisiert werden. © Schossadowski

Wieren. Für die Mitglieder des Bauausschusses der Samtgemeinde Aue und die Besucher vom TuS Wieren sowie der Bürgeraktion „Wieren 2030“ war es eine Reise in die Vergangenheit.

Architekt Klaus Wortmann (3. von links) erläuterte dem Bauausschuss der Samtgemeinde Aue den geplanten Umbau der Sporthalle der Grundschule Wieren. Unter anderem wird der schmale Gang im Hintergrund entfernt, dort entstehen moderne Umkleiden und Toiletten.
Architekt Klaus Wortmann (3. von links) erläuterte dem Bauausschuss der Samtgemeinde Aue den geplanten Umbau der Sporthalle der Grundschule Wieren. Unter anderem wird der schmale Gang im Hintergrund entfernt, dort entstehen moderne Umkleiden und Toiletten. © Schossadowski

Gemeinsam schauten sie sich jetzt die Sporthalle der Grundschule Wieren an und erlebten dabei hautnah das Flair der frühen 1960er-Jahre, als die Halle gebaut worden war. „In den Umkleiden und Toiletten hat sich seitdem nichts getan, das ist noch der ursprüngliche Zustand“, fasste „Wieren 2030“-Mitglied Dieter Schoop die Eindrücke bei der Ortsbesichtigung zusammen. Doch nun ist Abhilfe in Sicht: Für eine umfassende Modernisierung der Sporthalle durch die Samtgemeinde hat das Amt für regionale Landesentwicklung einen Zuschuss über 530 000 Euro in Aussicht gestellt.

Auf rund 1,05 Millionen Euro werden die Gesamtkosten für den Umbau der Halle zum „Gesundheits- und Sporttreff Wieren“, so der offizielle Projektname, geschätzt. Der Eigenanteil der Samtgemeinde würde sich auf 520 000 Euro belaufen. Das Land würde den Rest finanzieren. Die Mittel sollen aber nur deshalb in so großer Höhe fließen, weil die außerschulische Nutzung der Halle durch Sportvereine bei immerhin rund 75 Prozent liegt. Für rein schulische Zwecke dürfte das Land keine Zuschüsse gewähren.

Architekt Klaus Wortmann stellte dem Ausschuss die Umbaupläne vor. Die Halle wird komplett erneuert: vom Dach über die Wände, die Fenster und den Fußboden bis zur Heizungsanlage. Gleiches gilt für die Umkleiden, Duschen und Toiletten. Die Stufen vor dem Eingang der Halle werden zudem durch eine Rampe für Rollstuhlfahrer ersetzt.

Auf Vorschlag des TuS Wieren soll überdies ein Anbau geschaffen werden – und zwar am nördlichen Ende des Flures, der zur Sporthalle führt. Dort soll ein etwa 50 Quadratmeter großes Foyer mit einem separaten Eingang zur Halle entstehen. Die Fläche des bisherigen „Turnschuhganges“ wird den neuen Sanitäranlagen zugeschlagen.

„Wir brauchen einen außerschulischen Zugang“, sprach sich Hermann Wegner, Schatzmeister des TuS Wieren, für eine räumliche Trennung der Sporthalle von der Grundschule – und somit für das Foyer – aus. „Wir müssen die Freiheit haben, die Zeiten in den Ferien und am Wochenende für sportliche Vorhaben zu nutzen“, betonte er.

Einstimmig empfahl der Bauausschuss die Modernisierung der Sporthalle nach den Plänen des Architekten, ebenso den vom TuS gewünschten Anbau. Die Gesamtkosten würden sich damit auf 1,35 Millionen Euro erhöhen. Der Zuschuss des Landes würde somit theoretisch etwa 678 000 Euro betragen. Doch es ist unklar, ob sich das Land finanziell an den Mehrkosten beteiligen wird. Es muss über einen entsprechenden Förderantrag der Samtgemeinde Aue noch entscheiden. Im nichtöffentlichen Samtgemeindeausschuss am 7. September soll noch einmal ausführlich über das Vorhaben diskutiert werden.

Von Bernd Schossadowski

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