Samtgemeinde Aue stellt Pläne für Wrestedter Kindergarten vor / Lob und Applaus von Eltern

Neubau für 3,5 Millionen Euro

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An dieser Stelle auf dem Wrestedter Schulsportgelände soll bis Ende 2018 der Neubau des DRK-Kindergartens errichtet werden.

Wrestedt/Bad Bodenteich. Dass es für die Verwaltung der Samtgemeinde Aue donnernden Applaus der Eltern geben würde, hatte Bürgermeister Michael Müller wohl nicht erwartet.

Doch genau das geschah am Donnerstagabend während der zweiten Infoveranstaltung über die Situation des DRK-Kindergartens Wrestedt. Dabei stellte Müller vor etwa 60 Zuhörern den Entwurf für den Neubau eines Kindergartens auf dem Wrestedter Schulsportgelände vor. Bis Ende 2018 soll das Gebäude in Modulbauweise fertig sein. „Es bekommt kein Flachdach“, betonte Müller – und erntete dafür lauten Beifall.

Damit spielte der Samtgemeindebürgermeister auf das jetzige Gebäude des Kindergartens am Mittelweg an. Durch das Flachdach des 1974 errichteten Baus dringt seit Jahren immer wieder Niederschlag ein. Nun hat sich dort Schimmel gebildet – deshalb wird der Kindergarten zum 6. August auf das ehemalige BGS-Gelände in Bad Bodenteich umziehen (AZ berichtete). Ab Januar 2019 sollen die Kinder dann dauerhaft in dem Neubau im östlichen Bereich des Wrestedter Schulsportgeländes betreut werden.

Das geplante Gebäude an der Bahnhofstraße bietet Platz für vier Kindergartengruppen und hat eine Gesamtfläche von 1400 Quadratmetern. Zum Vergleich: Der bisherige Kindergarten ist nur 800 Quadratmeter groß. Zudem könnte am neuen Standort zu späterer Zeit ein Anbau für eine fünfte Gruppe errichtet werden. „Nach derzeitiger Planung wird dieser Neubau 3,5 Millionen Euro kosten“, sagte Müller. Bei den Eltern stießen die Pläne auf breite Zustimmung. „Ich glaube, das wird ein Schmuckstück und Werbung für Wrestedt sein“, lobte Bettina Marquardt, deren Tochter den Wrestedter Kindergarten besucht.

Müller ging auch auf den am 6. August startenden Bustransfer der Kinder ein. Wie berichtet, wird dieses Angebot für die Eltern kostenlos sein, denn die Samtgemeinde übernimmt dafür sämtliche Kosten, die sich auf etwa 25.000 Euro belaufen. Morgens um 7 und 8 Uhr gibt es zwei Busfahrten vom Wrestedter Rathaus nach Bad Bodenteich. Nachmittags sind zwei Rückfahrten geplant, bei denen die Kinder um 13 und 16 Uhr wieder in Wrestedt ankommen.

Eventuell werden sich die Rückfahrtszeiten aber noch ändern. Sie sollen sich nach dem Bedarf der Eltern richten, den die Samtgemeinde demnächst abfragen werde, kündigte Müller an. Unabhängig davon wollen mehrere Eltern Fahrgemeinschaften bilden. Diese sollen von André Schwedland koordiniert werden, der unter (01 51) 11 65 67 77 erreichbar ist.

Darüber hinaus stellte Melanie Schabert, Leiterin der Wrestedter DRK-Kita, den Zuhörern das Übergangsdomizil in Bad Bodenteich vor. Es handelt sich um ein Gebäude, in dem das DRK vor zwei Jahren eine Betreuungseinrichtung für Flüchtlingskinder geschaffen hatte. Einschränkungen bei der Ausstattung und den Angeboten werde es dort nicht geben. „Alles wird wieder genauso planmäßig wie vorher laufen. Es wird auch wieder ein Mittagessen für alle Kinder geben, die es wünschen“, versprach Schabert.

Die Samtgemeinde werde 13.000 Euro zur Verfügung stellen, um die Spielgeräte im neuen Domizil in Bad Bodenteich zu vervollständigen, sagte Müller. Das Mobiliar aus dem alten Kindergartengebäude sei gereinigt worden. „Es wird aber kein Material verwendet, das schimmelbehaftet sein könnte“, betonte der Bürgermeister. Nur Gegenstände, die eine Baubiologin begutachtet und freigegeben habe, würden genutzt.

Von Bernd Schossadowski

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