SPD/Grünen-Ratsgruppe beantragt Prüfung der Verkehrssituation

Nach schwerem Unfall: Künftig Tempo 70 am Klein Bollenser Kreuz?

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Das Klein Bollenser Kreuz auf der K 14 bei Wrestedt ist unfallträchtig. Die SPD/Grünen-Ratsgruppe kann sich dort eine Beschränkung auf Tempo 70 vorstellen.

Wrestedt – Den schweren Verkehrsunfall vor einigen Wochen auf der Kreisstraße 14 am Klein Bollenser Kreuz (AZ berichtete) hat die SPD/Grünen-Mehrheitsgruppe im Rat der Gemeinde Wrestedt nun zum Anlass für eine Ortsbesichtigung genommen.

Bürgermeister Peter Ramünke wies dabei darauf hin, dass dort immer wieder schwere Verkehrsunfälle passieren.

Zuletzt waren dort am 16. August zwei Autos zusammengestoßen. Dabei kam ein 81-jähriger Autofahrer ums Leben. Er war auf dem Gemeindeweg aus Klein Bollensen unterwegs. Im Kreuzungsbereich der K 14 übersah er trotz eines Stop-Schilds einen von links kommenden Dacia einer 59-Jährigen und nahm ihr die Vorfahrt. Die Frau erlitt beim Zusammenstoß schwerste Verletzungen.

Immer wieder gebe es Hinweise darauf, so Ramünke, dass die vorhandenen Stop-Schilder nicht beachtet würden, erklärt Ramünke. Daher kündigt die rot-grüne Gruppe einen politischen Vorstoß an. „Wir werden zeitnah beantragen, von der Verkehrsbehörde überprüfen zu lassen, ob eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 70 km/h im Bereich der Kreuzung möglich ist“, sagt Gruppensprecherin Christine Altmann (SPD).

Überdies solle der Landkreis als Verkehrsbehörde prüfen, ob die Möglichkeit besteht, in den Einmündungen der gemeindlichen Straßen Piktogramme aufzubringen, die auf die Vorfahrtsregelung noch einmal explizit hinweisen.

Außerdem liegt der SPD/Grünen-Gruppe viel daran, dass der 2018 von ihr beantragte Bau eines Rad- und Fußweges entlang der K 14 – vom Klein Bollenser Kreuz bis zum Ortseingang von Wrestedt – zeitnah umgesetzt wird. „Dort sind immer viele Menschen mit dem Rad oder zu Fuß auf der Fahrbahn unterwegs und deshalb muss hier ein Weg abseits der Fahrbahn geschaffen werden“, gibt Ratsherr Michael Bombeck (Grüne) zu bedenken.

Ramünke schlägt vor, von der Unfallkommission prüfen zu lassen, ob die Anpflanzung einer Hecke zur Einschränkung der Sicht hilfreich sein könnte. Möglicherweise sei an dieser Stelle die eigentlich sehr gute Sicht der Grund dafür, dass die Stop-Schilder überfahren werden, meint Ramünke. Auch dieser Vorschlag soll Gegenstand des kommenden Antrages sein. „Letztlich müssen wir schauen, was hilfreich erscheint und von den zuständigen Experten als sinnvoll erachtet wird“, sagt Altmann.

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