Neues Foyer entsteht

Modernisierung der Wierener Sporthalle hat begonnen

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Architekt Jörg Andrzejewski (links), Samtgemeindebürgermeister Michael Müller (Mitte) und Bauverwaltungs-Mitarbeiter Heinz Foth überprüfen am Tablet-PC die Pläne für den Umbau der Wierener Sporthalle.

Wieren – Der Bagger hat ganze Arbeit geleistet. Die Klinkerwand ist eingerissen, das Dach abgetragen, überall liegen Steine und Bauschutt herum. Der Abriss eines Teils der Sporthalle an der Grundschule Wieren hat jetzt begonnen. Auftraggeber ist die Samtgemeinde Aue.

Das Ziel ist die Modernisierung des aus den frühen 1960er- Jahren stammenden Gebäudes, sagt Jörg Andrzejewski, der mit Klaus Wortmann eine Architekten-Arbeitsgemeinschaft gebildet hat.

Bauarbeiter stapeln die herausgerissene Holzverkleidung aus dem Sanitär- und Umkleidebereich der Halle.

„Der Sanitär- und Umkleidebereich der Halle wird bis auf die Gründung und einen Teilbereich der Außenwände komplett abgerissen“, erklärt Andrzejewski im AZ-Gespräch. Danach soll dieser Trakt neu gebaut und energetisch saniert werden. Die Pläne sehen barrierefreie Umkleidekabinen, Toiletten und Duschen vor. Zudem wird an dieser Stelle ein etwa 50 Quadratmeter großes Foyer angebaut. Es bekommt einen separaten Eingang für die Sportler des TuS Wieren und der anderen Vereine und Verbände. „Damit sie nicht mehr durch das Schulgebäude gehen müssen, um die Halle zu erreichen“, erläutert Samtgemeindebürgermeister Michael Müller.

Der Bagger hat einen Teil der Klinkerwand eingerissen, auch das Dach des Sanitärtrakts wurde abgetragen.

Die Sporthalle wird hingegen nicht abgerissen. Dort steht ein umfangreicher Umbau an. Geplant sind ein neuer Mehrzweckboden, Prallschutz an den Wänden, neue Türen, Fenster und Tore, eine Deckenheizung, moderne Elektro-Installationen, eine Umrüstung der Rauch-Wärme-Abzugsanlage, ein neues Dach und die energetische Sanierung der Außenhaut. Die Fassade wird nicht mehr mit Klinkersteinen verkleidet, sondern mit grauen Hochdruck-Schichtstoffplatten – ähnlich denen, die für den neuen Kindergarten in Wrestedt verwendet wurden.

„Wir sind froh, dass es endlich losgeht“, sagt Müller mit Blick auf die Bauarbeiten. Bis Mai 2020 soll laut Zeitplan alles fertig sein. Bis dahin ist die Halle gesperrt. Der Sportunterricht der Grundschüler findet derweil im Dorfgemeinschaftshaus in Soltendieck und in der großen Turnhalle in Wrestedt statt. Die Sportler aus den Vereinen und Verbänden weichen ebenfalls ins Soltendiecker Gemeinschaftshaus und in beide Wrestedter Hallen aus.

Für diese außerschulische Nutzung der Halle, die rund 75 Prozent ausmacht, fließen Bundes- und Landesmittel in Höhe von rund 809 000 Euro aus dem Förderprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden“. Die Gesamtkosten für die Modernisierung der Halle betragen etwa 1,4 Millionen Euro. Den Differenzbetrag übernimmt zum größten Teil die Samtgemeinde Aue, während die Gemeinde Wrestedt rund 74 000 Euro für den Bau des Foyers beisteuert.

VON BERND SCHOSSADOWSKI

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