DRK stellt Vorschläge zum Kita-Neubau in Wrestedt vor / Zusätzliche Gruppen eingeplant

Mehr Raum für die Kleinen

Der 1974 eröffnete Kindertagesstätte Wrestedt ist sanierungsbedürftig. Im Jugend- und Sportausschuss stellte das DRK jetzt seine Vorschläge für einen Neubau vor. Archivfoto: Bleuel
+
Der 1974 eröffnete Kindertagesstätte Wrestedt ist sanierungsbedürftig. Im Jugend- und Sportausschuss stellte das DRK jetzt seine Vorschläge für einen Neubau vor. 

Wrestedt. Dass die DRK-Kindertagesstätte Wrestedt dringend neu gebaut werden muss, darüber war sich der Jugend- und Sportausschuss der Samtgemeinde Aue jetzt einig. Das 1974 eröffnete Gebäude ist sanierungsbedürftig, zudem herrscht dort räumliche Enge (AZ berichtete).

Und so ging es in der Sitzung vor allem darum, wie groß das neue Gebäude werden soll. Dazu legte Peter Vogt, Bereichsleiter beim DRK-Kreisverband Uelzen, Vorschläge vor.

Das DRK empfiehlt, in dem Neubau Räume für vier Kindergartengruppen zu schaffen – eine mehr als bisher – und eine zusätzliche Krippengruppe einzurichten. Bislang gibt es im benachbarten Krippengebäude, das 2009 in Betrieb genommen wurde, nur eine Gruppe mit 15 Plätzen für unter dreijährige Kinder. Das neue Gebäude wird voraussichtlich auf der Freifläche zwischen der bisherigen Kita und dem Wrestedter Rathaus errichtet. Im Gegenzug soll das Altgebäude abgerissen werden.

Unberührt von diesen Plänen ist das bestehende Krippengebäude – es bleibt in seiner jetzigen Form erhalten. Unklar ist aber noch, ob die zusätzliche Krippengruppe dort angebaut oder im Kita-Neubau untergebracht wird.

Nach Vogts Vorschlag sollen die vier Räume für die Kindergartengruppen jeweils mindestens 54 Quadratmeter groß sein. Das sei im Hinblick auf die inklusive Betreuung von Kindern zu sehen, für die mehr Platz benötigt werde. Überdies schlägt das DRK vor, im Neubau einen 60 bis 80 Quadratmeter großen Mehrzweckraum zu schaffen. Dieser sollte teilbar sein, um eine Nutzung für das Familienzentrum zu ermöglichen. Ebenso sei ein sogenannter Differenzierungsraum, unter anderem als Rückzugsmöglichkeit für Kinder, notwendig, erklärte Vogt. Nicht zuletzt müsse eine Küche mit angrenzendem Essbereich geschaffen werden, in der 50 Kinder gleichzeitig Mittag essen können.

Sylvia Meier (SPD) regte an, sich in der noch zu erstellenden Planung die Option für den Anbau eines fünften Kindergarten-Gruppenraums offen zu halten. „Das wäre zukunftsweisend, gerade weil wir nicht wissen, wie sich die Rahmenbedingungen und Elternwünsche verändern werden“, sagte sie. Dem pflichtete ihr Fraktionskollege Michael Müller bei: „Ich plädiere dafür, eine fünfte Gruppe in die Planung aufzunehmen. Wenn wir einmal bauen, dann richtig.“ Bei steigendem Platzbedarf könnte im Mehrzweck- und im Differenzierungsraum jedoch eine weitere Zehner-Gruppe eingerichtet werden, entgegnete Vogt.

„Wir sollten nicht mit Geld um uns werfen und ein Riesengebäude bauen. Dann fällt uns das auf die Füße“, warnte Torben Schoop (CDU) indes vor den finanziellen Folgen eines zu großen Neubaus.

Letztlich empfahl der Ausschuss einstimmig, dass ein Architekturbüro die Kosten für den Bau von vier Kindergartengruppen und parallel dazu von fünf gegenüberstellen soll. Am 20. Juni wird der Samtgemeindeausschuss über die Neubau-Pläne beraten.

Von Bernd Schossadowski

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare