Ausschuss empfiehlt höhere Zuschüsse für Wieren und Stadensen / Rat entscheidet

Mehr Geld für die Sommerbäder?

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Das Wierener Bad wird seit 2006 von der ASW betrieben, der jährliche Zuschuss beträgt 42 .000 Euro. 

Wieren/Stadensen – Sie betreiben die Freibäder in Wieren und Stadensen in Eigenregie und bekommen dafür einen Zuschuss von der Samtgemeinde.

Jetzt hat sich der Samtgemeindeausschuss dafür ausgesprochen, die Zuwendungen für die Aktion Sommerbad Wieren (ASW) und die Interessengemeinschaft Sommerbad Stadensen (ISO) zu erhöhen. Damit folgten die Politiker einem Antrag der CDU/WGA/FDP-Mehrheitsgruppe.

Für das Stadenser Bad ist seit 2001 die ISO verantwortlich. Dafür erhält sie 20.000 Euro pro Jahr.

Demnach soll die jährliche Förderung für die ASW, die seit 2006 Badbetreiber in Wieren ist, von 42.000 auf 62.000 Euro erhöht werden. Die ISO, die seit 2001 für das Stadenser Bad verantwortlich ist, soll statt 20.000 Euro künftig 30.000 Euro pro Jahr erhalten. Gruppensprecher Max Lemm begründete das damit, dass auch das Bad Bodenteicher Waldbad mehr finanziellen Spielraum erhalte. Wie berichtet, soll nach dem Willen des Ausschusses der jährliche Zuschussbedarf von 80.000 auf 100.000 Euro angehoben werden. Damit werde auch das große Engagement des Waldbad-Fördervereins gewürdigt, so Lemm.

Auch Dr. Horst-Michael Hintze (WGA), Sprecher der SPD/Grünen/WGA-Gruppe im Bodenteicher Fleckenrat und Mitglied der rot-grünen Minderheitsgruppe im Samtgemeinderat Aue, befürwortet mehr finanziellen Spielraum für die drei Freibäder. Seine Gruppe hatte im Bodenteicher Rat beantragt, jährlich 30.000 Euro aus Steuermitteln für das Waldbad zur Verfügung zu stellen. Die CDU-Mehrheitsfraktion hatte sich aber mit ihrer Forderung durchgesetzt, lediglich Mittel für dauerhafte Energie-Einsparungen im Waldbad zu gewähren (AZ berichtete).

Dass dessen maximaler Zuschussbedarf auf 100.000 Euro steigen soll, sei richtig, meint Hintze. Gleiches gelte für die geplante Anhebung der Zuschüsse für ASW und ISO. „Wenn die anderen anteilig berücksichtigt werden, ist dagegen nichts zu sagen. Die beiden Vereine sind ja auch sehr aktiv“, lobt er.

Samtgemeindebürgermeister Michael Müller hat jetzt mit dem Landkreis als Kommunalaufsicht über eine Erhöhung der Freibad-Zuschüsse gesprochen. Die Behörde sieht eine Anhebung der Zuwendungen aufgrund der Haushaltslage der Samtgemeinde jedoch kritisch. Schließlich hat sich diese im Zukunftsvertrag verpflichtet, ihre Haushalte auszugleichen und bis Ende 2021 alle alten Fehlbeträge abzubauen.

Hier legt auch Müllers allgemeiner Vertreter Alexander Kahlert den Finger in die Wunde. „Wir schieben noch immer ein Defizit von etwa 4,7 Millionen Euro vor uns her“, sagt er im AZ-Gespräch. Der Wunsch von ASW und ISO sei verständlich, denn die Betriebskosten für die Bäder seien stetig gestiegen. „Es muss aber finanziell darstellbar sein“, mahnt Kahlert. Das letzte Wort hat der Samtgemeinderat. Dieser wird sich während der Beratungen über den Etat 2020 auch mit den beantragten Zuschuss-Erhöhungen beschäftigen.

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