Fachausschuss der Samtgemeinde Aue empfiehlt höheres Feuerwehr-Budget

Mehr Geld für den Brandschutz

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Die Feuerwehren in der Samtgemeinde Aue – hier ein Brand in der Heide bei Bad Bodenteich – sollen 2020 mehr Haushaltsmittel als in diesem Jahr erhalten. Das hat jetzt der Fachausschuss empfohlen. ARCHIVFotoS: RATZEBURG / PRIVAT (2) / SCHOSSADOWSKI

Wrestedt/Bad Bodenteich – Umfangreiche Ausgaben für den Brandschutz plant die Samtgemeinde Aue in ihrem Haushalt 2020. Einstimmig hat sich der Feuerschutzausschuss jetzt für die Bereitstellung der Mittel ausgesprochen.

Dabei soll das Grundbudget für die Feuerwehren in der Samtgemeinde im nächsten Jahr von rund 239 000 auf 261 200 Euro angehoben werden. Hinzu kommen nach der Empfehlung des Ausschusses weitere Mittel in Höhe von etwa 88 000 Euro. Über diese Haushaltsposten hinaus sind Investitionen von rund 364 000 Euro vorgesehen. Die wichtigsten Ausgaben im Überblick:.

Laufende Mittel:

Die Umrüstung von 36 Sirenen auf die digitale Alarmierung schlägt voraussichtlich mit 24 120 Euro zu Buche. Vorgesehen ist auch die Anschaffung von 21 digitalen Handsprechgeräten für die Wehren im Gesamtwert von knapp 18 500 Euro. Hinzu kommen 26 digitale Melde-empfänger für insgesamt 11 700 Euro. Außerdem soll sieben Feuerwehrleuten aus den Wehren Bodenteich, Lüder und Stederdorf ermöglicht werden, den Führerschein für Feuerwehrfahrzeuge zu machen – Kostenpunkt: 14 000 Euro.

Investitionen:

Der größte Posten ist hier mit Abstand die Anschaffung eines neuen Tanklöschfahrzeugs (TLF) 2000 für die Feuerwehr Stadensen. 300 000 Euro werden dafür im Haushalt veranschlagt. Das Fahrzeug soll das alte TLF 8/18 der Wehr ersetzen. Zudem sollen die Feuerwehren Nettelkamp und Nienwohlde-Kallenbrock jeweils eine neue Tragkraftspritze erhalten. Diese kosten zusammen 28 000 Euro. Weitere 5000 Euro sind als Planungskosten für ein neues Gerätehaus in Lehmke vorgesehen. „Wir sind mit der Feuerwehr gerade im Gespräch, ein Grundstück zu suchen, auf dem eventuell ein neues Feuerwehrhaus errichtet werden kann“, teilte Samtgemeindebürgermeister Michael Müller mit.

Für die Ersatzbeschaffung eines Mannschaftstransportwagens für die Jugendfeuerwehr Emern sind Haushaltsmittel von 25 000 Euro im Gespräch. Auf Antrag von Joseph Zettelmaier (WGA) wurde dieser Posten aber zunächst zur Beratung an die Fraktionen verwiesen.

Nach Ansicht von Karsten Sauer (CDU) sind die für 2020 geplanten Ausgaben in den Brandschutz „ein ganz schöner Batzen im Vergleich zu anderen Jahren“. Es seien eine Reihe neuer Vorschriften, zum Beispiel für die persönliche Schutzkleidung der Feuerwehrleute, hinzugekommen, antwortete Gemeindebrandmeister Thomas Lampe. „Viele Investitionen wurden in den vergangenen Jahren vertagt. Das fällt uns jetzt nach und nach auf die Füße“, erklärte er. Mittelfristig müsse unter anderem in neue Feuerwehrhäuser investiert werden, aber auch in Löschbrunnen, von denen viele durch die Trockenheit der vergangenen beiden Jahre versiegt seien.

Die Ausgaben für den Brandschutz seien unerlässlich, betonte Ausschussvorsitzende Sylvia Meier (SPD): „Unser oberstes Ziel ist, alle Kameraden mit der größtmöglichen Sicherheit in die Einsätze zu schicken.“

VON BERND SCHOSSADOWSKI

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