Rat wünscht sich kurze Wege für Familien / Entscheidung liegt bei Samtgemeinde Aue

Lüder fordert Kita-Plätze

In ihrer jüngsten Sitzung am Donnerstagabend sprach sich der Rat der Gemeinde Lüder einstimmig dafür aus, einen Antrag auf Einrichtung von Kita- und Krippengruppen an die Samtgemeinde Aue zu stellen.
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In ihrer jüngsten Sitzung am Donnerstagabend sprach sich der Rat der Gemeinde Lüder einstimmig dafür aus, einen Antrag auf Einrichtung von Kita- und Krippengruppen an die Samtgemeinde Aue zu stellen.

Lüder – Das Votum war einstimmig: In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat Lüder dem Antrag der CDU-Fraktion, in den Räumlichkeiten der Tagespflege Kita- und Krippengruppen einzurichten, unterstützt. Dieser wird nun an die Samtgemeinde Aue gerichtet.

Bürgermeister Jürgen Schulze (CDU) erläuterte den Ratsmitgliedern den Antrag seiner Fraktion.

Im Haus der Tagespflege sollen durch den Paritätischen Wohlfahrtsverband zwei bis drei Kita- und Krippengruppen mit insgesamt 40 Plätzen eingerichtet werden.

Grünes Licht von der Landesschulbehörde

Ein kürzlich erstellter Bedarfsplan seitens der Samtgemeindeverwaltung ergab, dass in der alten Samtgemeinde Bodenteich Plätze in der Kinderbetreuung fehlen. Diese sollen nun kurzfristig im Gebäude der Tagespflege geschaffen werden. Beim Umbau des Hauses zur Tagespflege wurde das erste Obergeschoss gleich mit umgebaut. „Bei den ersten Planungen gab es schon die Überlegung, in diesen Räumen eine Kinderbetreuung einzurichten“, erklärte Schulze.

Die Vorprüfung und die Besichtigung der Räume durch die Landessschulbehörde seien positiv ausgefallen, so Schulze. Der Architekten-Plan liegt bereits auf dem Tisch. „Die Decke sowie die Leitungen sind neu, allerdings müssen noch Zwischenwände eingezogen werden“, so der Bürgermeister. Dazu fehle natürlich noch die komplette Einrichtung. „Die Kosten für die Investition wären wesentlich günstiger als ein Neubau“, erklärte der Bürgermeister. Dieser würde rund drei Jahre dauern und bei drei Gruppen etwa drei Millionen Euro verursachen. „Wir brauchen die Plätze aber kurzfristig, der Bedarf ist da.“

Samtgemeinde Aue hat das letzte Wort

Die Räumlichkeiten würden bis zum Sommer 20121 fertiggestellt werden. Um die Kosten der Gemeinde auszugleichen, schlägt die CDU ein Mietmodell vor: Über einen Zeitraum von 20 Jahren würde der Paritätische der Samtgemeinde eine Pacht für die Nutzung der Räume zahlen. (AZ berichtete). „Durch die Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen würde zusammen mit der Neuen Auetal-Schule und der Tagespflege ein breit gefächertes Sozialzentrum für alle Generationen entstehen, die das Leben auf dem Dorf reicher macht“, so Schulze. Bereits heute bestehe zwischen der Schule und der Tagespflege eine enge Zusammenarbeit. Für Lüder spreche außerdem, dass Bad Bodenteich bereits die zweitgrößte Kita im Landkreis habe. „Kürzere Fahrtwege zur Kita für Eltern und Kinder aus Lüder wären positiv zu bewerten – eben kurze Wege für kleine Kinder.“

Gemeindedirektor Michael Müller betonte, dass die Gemeinde Lüder nur die Möglichkeit habe, eine Empfehlung an den Rat der Samtgemeinde Aue zu geben. „Die endgültige Entscheidung, ob hier Kita-Plätze entstehen, liegt bei der Samtgemeinde.“ Klar sei, dass die Kapazitäten in Bad Bodenteich ausgereizt sind, sodass über dezentrale Lösungen nachgedacht werden müsse.

Betreiber wird noch gesucht

Wer letztendlich der Betreiber der Kita- beziehungsweise Krippengruppen werde, ist noch offen. Diese Aufgabe muss öffentlich ausgeschrieben werden. „Wir setzen natürlich auf den Paritätischen“, betonte Schulze. Der Wohlfahrtsverband sei bereits in Vorleistung getreten, und das auf eigenes Risiko. So trägt er zum Beispiel die Kosten für die veränderten Architekten-Planungen. Damit das oberste Stockwerk auch mit dem Kinderwagen leicht zu erreichen ist, hat der Paritätische bereits zugesagt, einen Aufzug einzubauen.

„Es muss das starke Signal aus Lüder kommen“, so Bürgermeister Schulze, „dass der gesamte Gemeinderat hinter dem Antrag stehe.“ – Und dieser sprach mit einer Stimme. Damit die älteren und jungen Menschen in Lüder noch enger zusammen leben und lernen können. VON NICOLE LÜTKE

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