SPD/Grüne-Gruppe im Samtgemeinderat Aue fordert Verlängerung des Radwegs an L 270 bis Uelzen

„Lückenschluss ist notwendig“

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Die Landesstraße 270 ist viel befahren. Deshalb plant das Land, zwischen Wieren und Esterholz einen Radweg zu bauen. Nun macht sich die SPD/Grünen-Gruppe im Samtgemeinderat Aue dafür stark, den Radweg bis nach Uelzen zu verlängern.

Esterholz. Voraussichtlich 2018 will das Land mit dem Bau des Radwegs an der Landesstraße 270 zwischen Wieren und Esterholz beginnen (AZ berichtete). Dazu wurde jetzt das Planfeststellungsverfahren eingeleitet.

Andreas Dobslaw

Doch nach Ansicht der SPD/Grünen-Minderheitsgruppe im Samtgemeinderat Aue reicht dieses Teilstück nicht aus. „Der Lückenschluss zwischen Uelzen und Esterholz ist dringend notwendig“, betont Gruppensprecher Andreas Dobslaw (SPD).

Nach Fertigstellung des 3,8 Kilometer langen und rund eine Million Euro teuren Abschnitts zwischen Esterholz und Wieren wäre eine durchgängige Fahrt für Radler aus dem südlichen Kreisgebiet nach Uelzen weiterhin nicht möglich, bemängelt Dobslaw. „Ein Zustand, der so keinen Bestand haben darf. Es kann nicht sein, dass Bad Bodenteich als zweiter wichtiger Standort für den Tourismus und die Gesundheitsregion Uelzen keine direkte Anbindung für Radfahrer an die Kreisstadt Uelzen hat“, meint er.

Der Argumentation, dass es ja einen Radweg am Elbe-Seitenkanal gebe, könne die rot-grüne Ratsgruppe nicht folgen. „Diese Verbindung mag touristisch reizvoll sein, ist aber in keiner Weise alltagstauglich. Wer würde denn seiner Tochter oder Ehefrau empfehlen, in der Dämmerung oder bei Dunkelheit allein dort zu fahren?“, gibt Dobslaw zu bedenken.

Daher hat sich seine Gruppe nun schriftlich an Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt gewandt. Dieser wird gebeten, die Diskussion über eine Radweg-Verlängerung in den Gremien der Hansestadt auf die Tagesordnung zu setzen und zusammen mit diesen das Anliegen rasch zu prüfen.

Natürlich biete der Uelzener Haushalt dafür nur wenig finanziellen Spielraum, weiß Dobslaw. Deshalb regt seine Gruppe Gespräche mit dem Land als Straßenbaulastträger an. Die wichtigste Voraussetzung für eine Radweg-Verlängerung sei aber eine Willenserklärung der kommunalen Gremien, in diesem Fall vor allem von der Stadt Uelzen.

Max Lemm

Auch Max Lemm, Sprecher der CDU/WGA/FDP-Mehrheitsgruppe im Samtgemeinderat Aue, hält einen Lückenschluss von Esterholz nach Uelzen für sehr wichtig. Der Vorstoß von SPD und Grünen „klingt nachvollziehbar und logisch“, sagt Lemm. Natürlich müssten letztlich der Kreis Uelzen und das Land über den Bau des Radwegs entscheiden, aber dieses Anliegen bedürfe auch der Unterstützung durch die Stadt Uelzen und die Samtgemeinde Aue. „Außerdem gehören Herr Dobslaw und ich den politischen Gremien des Landkreises an“, sagt Lemm. „Wir werden das Thema dort auf die Agenda setzen.“

Von Bernd Schossadowski

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