Wrestedter Bauausschuss will Sanierung oder Neubau maroder Fahrbahnen vorantreiben

Letzte Rettung für kaputte Straßen

Bauverwaltungschef Alexander Kahlert (Mitte) erläuterte den Ausschussmitgliedern die Fahrbahnschäden auf der Graf-Grote-Straße in Wrestedt. Auch einige weitere Straßen in der Gemeinde müssen dringend saniert oder erneuert werden.

Wrestedt. Sie sind mehrere Jahrzehnte alt und voller Risse, Rillen und Löcher. Auf ihre Oberflächen wurde schon ein- bis zweimal eine Bitumenschicht gespritzt und Splitt darauf gestreut. Doch das brachte nur für kurze Zeit Abhilfe.

Inzwischen sind einige Fahrbahnen in der Gemeinde Wrestedt in einem so schlechten Zustand, dass eine Deckensanierung oder eine kostspielige Erneuerung nötig ist.

Einige dieser maroden Straßen schaute sich jetzt der Wrestedter Bauausschuss an und diskutierte darüber, wie diese gerettet werden können. Das sind ein paar der größten Sorgenkinder in der Gemeinde:.

• Wietsahlsweg (Wrestedt): Dort gibt es laut Sven Peukert, Mitarbeiter in der Bauverwaltung der Samtgemeinde Aue, Versackungen in den Straßenabläufen. „Hier herrscht viel Durchgangsverkehr, die Straße ist daher stark abgenutzt“, erläuterte Vize-Verwaltungschef Alexander Kahlert. „Sie ist zwingend erneuerungsbedürftig.“ Zudem müsse überlegt werden, ob im Zuge dieser Arbeiten der in einem Teilstück unbefestigte Gehweg hergestellt wird.

• Graf-Grote-Straße (Wrestedt): Auch wenn der optische Zustand besser ist als im Wietsahlsweg, muss diese Straße dringend repariert werden. Eine weitere Oberflächenbehandlung mache keinen Sinn, man müsse über eine Deckensanierung nachdenken, erklärte Kahlert. Die Kosten klaffen indes weit auseinander: Eine Oberflächenbehandlung würde, so Peukert, rund drei Euro pro Quadratmeter kosten, eine Sanierung, bei der die Fahrbahndecke abgefräst wird, etwa 20 Euro.

• Zur alten Mühle (Wieren): Dort sind die Schäden besonders gravierend. „Das hat in Teilbereichen eher Baustraßen-Charakter“, sagte Peukert. „Durch die vielen Versackungen ist kein vernünftiger Unterbau vorhanden.“ Außerdem gebe es keinen durchgehenden Regenwasserkanal. Daher sei eine Erneuerung der Straße unumgänglich.

• Lindenallee (Stadensen): Im Asphalt haben sich bereits Netzrisse gebildet. „Es wird so kommen, dass wir hier mittelfristig Löcher haben“, warnte Peukert und schlug eine Deckensanierung vor.

Wie geht es nun weiter? Der Bauausschuss sieht dringenden Handlungsbedarf und will in seiner nächsten Sitzung Ende August oder Anfang September eine Empfehlung abgeben, wo Fahrbahndecken saniert oder Straßen komplett erneuert werden sollen.

Unterdessen schlägt die Verwaltung vor, technische Untersuchungen in den Straßen Wietsahlsweg und Zur alten Mühle vorzunehmen. „Wir würden dort Bohrkerne ziehen und den Zustand des Unterbaus prüfen“, erklärte Kahlert. Überdies seien Kamerabefahrungen der Regenwasserkanäle geplant, um Schäden aufzuspüren. „Parallel dazu würden wir auch die Schmutzwasserkanäle prüfen.“

Bereits jetzt steht fest, dass für die Sanierung oder Erneuerung von Straßen Anliegerbeiträge fällig würden. Die Höhe hängt von der jeweiligen Straße ab. Bei Anliegerstraßen müssten die Bürger 75 Prozent der Kosten zahlen, bei Straßen mit viel innerörtlichem Verkehr entsprechend weniger, so Kahlert. „Das würde dann im Detail berechnet werden.“

Von Bernd Schossadowski

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare zu diesem Artikel