Rundweg im Nabu-Schutzgebiet „Erlebnisraum Esterauniederung“

Leinenzwang für Hunde? Ratsherr Knust beantragt Anordnung auf Wanderweg bei Könau

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Auf dem Wanderweg in der Esterauniederung, hier eine Wiese bei Kroetzmühle, laufen immer wieder Hunde ohne Leine herum, kritisiert der Wrestedter CDU-Ratsherr Steffen Knust.

bs Könau/Kroetzmühle. Er führt zwischen feuchten Wiesen, Weiden und Waldstücken hindurch. Der Rundweg im Nabu-Schutzgebiet „Erlebnisraum Esterauniederung“, zwischen Könau, Drohe und Kroetzmühle gelegen, zieht viele Ausflügler an.

Doch die Idylle hat auch Schattenseiten, wie Steffen Knust (CDU) in der jüngsten Sitzung des Wrestedter Gemeinderates berichtete. Zahlreiche Spaziergänger seien mit nicht ange-leinten Hunden auf dem Weg unterwegs, kritisierte er.

„Im Sommer ist mir dort mal ein Mann mit sechs freilaufenden und drei angeleinten Hunden entgegengekommen“, schilderte Knust während der Ratssitzung. Bei einem weiteren Spaziergang seien mehrere freilaufende Hunde 100 Meter abseits des Rundweges ins Schilf gelaufen, weil sie dort Wildschweine gewittert hätten.

So könne es nicht weitergehen. „Auf dem Wanderweg sollte ein Leinenzwang auch außerhalb der Brut- und Setzzeit verhängt werden“, forderte Knust. Wie berichtet, müssen Hunde in Niedersachsen zwischen dem 1. April und dem 15. Juli eines Jahres in der freien Natur grundsätzlich angeleint werden. In diesem Zeitraum brüten nämlich Vögel und das Wild bringt seinen Nachwuchs zur Welt.

Das geforderte Verbot sei aber keine Angelegenheit der Gemeinde Wrestedt, antwortete Verwaltungschef Michael Müller. Ordnungsrechtlich sei dafür die Samtgemeinde Aue zuständig. Er werde Knusts Antrag daher an den Samtgemeindeausschuss zur Beratung weiterleiten, kündigte Müller im AZ-Gespräch an.

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