Generationen erkunden gemeinsam

Ländlicher Raum wird belebt: Tagespflege in Lüder eröffnet 

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Die Schüler der Neuen-Auetal-Schule besuchten die Einweihungsfeier der Tagespflege in Lüder mit ihren Lehrerinnen und überreichten Professor Stefan Müller-Teusler und Tanja Keller ein Geschenk.

Lüder – Besucher erkunden die Räume, Gesang ertönt, Kinder kommen zu Besuch. Die neue Tagespflege des Paritätischen in Lüder ist nun offiziell eingeweiht. Ab kommenden Montag können die ersten Tagesgäste in die Einrichtung kommen.

Eine Einrichtung, die nicht nur den gemeinsam gelebten Alltag von jung und alt fördert, sondern auch das Miteinander im ganzen Dorf.

Ein Einweihungsgeschenk von Bürgermeister und Gemeindedirektor.

Gut ein Jahr dauerte die Kernsanierung der bereits seit 2015 geschlossenen Grundschule in Lüder. „Wir wollten den Charakter der Schule erhalten“, erklärt Architekt Heinz Joachim Martens. Das Gebäude sollte „wiedererkennbar“ sein. Kleine Restarbeiten seien noch zu erledigen. Insgesamt eine Million Euro sind laut Prof. Stefan Müller-Teusler, Geschäftsführer des Paritätischen, in das Projekt in Lüder geflossen.

Ab nächster Woche stehen dann täglich 16 freie Plätze zur Verfügung. Mit Gedächtnisübungen, Singen, Bewegungstraining und vielem mehr stehen viele Angebote für die Senioren bereit. „Wir bieten vieles an, aber sie müssen nichts“, versichert in diesem Zusammenhang Pflegedienstleiterin Tanja Keller. Es gehe darum, dass die Senioren sich wohlfühlen. Zehn Anmeldungen gebe es bereits. Und mit acht Pflegekräften seien alle geplanten Stellen bereits besetzt.

Rainer Flinks, Vorstand für Wirtschaft und Finanzen beim Paritätischen, betonte, wie wichtig es, gerade im Hinblick auf die aktuelle Arbeitssituation, sei, dass Pflegekräfte sich wohlfühlen. Die Tagespflege solle mit einem guten Konzept daran mitwirken: Zwischen der Tagespflege und der Neuen Auetal-Schule nebenan soll generationsübergreifend gearbeitet werden.

Einen ersten Ansatz boten Matilda Hase, Schülerin der Neuen Auetal-Schule, und Anne Lise Kopp, Besucherin des Paritätischen in Uelzen, mit einem kleinen Auftritt. Sie stellten dar, wie sich jung und alt ergänzen und kennenlernen können.

Die neuen Einrichtungen in Lüder haben Auswirkungen auf das Dorf: So erzählt Müller-Teusler von der Unterstützung, die er von den Bewohnern erhielt. Außerdem würden Projekte von Imker oder Förster für die Senioren geplant werden.

Auch Landtagsabgeordneter Jörg Hillmer (CDU) bedankte sich für die Entscheidung, die Tagesstätte in den ländlichen Raum zu legen. „Das ist ein Bekenntnis für Menschen: ‘Ich kann hierbleiben’“, sagt er. Es bestehe die Möglichkeit, dass dies eine Inspiration für andere Einrichtungen darstelle. „Das stärkt den ganzen Südkreis“, betont Hillmer.

VON LEA-SOPHIE PENNER

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