Krematorium mitten im Ort

Aus dem Schweinestall des alten Hofes soll ein Kleintierkrematorium werden.

Emern. In der Ortschaft Emern soll ein Kleintierkrematorium entstehen. Betreiber ist die Eichenhof Heimtierbestattungszentrum GmbH. Noch ist das Grundstück, auf dem die Anlage entstehen soll noch nicht im Besitz der Gesellschafter. Eine Baugenehmigung für das Kleintierkrematorium liegt seit Freitag schon vor. Von Jörn Nolting

Im Ort bildet sich vereinzelter Widerstand gegen das Bauvorhaben. Was den Gegnern besonders sauer aufstößt ist die Art und Weise, wie bisher verfahren wurde. Sie fühlen sich schlecht oder besser gesagt gar nicht informiert im Vorfeld, weil es den Gesellschaftern ohne vorliegende Genehmigung nicht möglich war.

Vorwürfe werden besonders gegen Wierens Ortsbürgermeister Peter Meyer laut. Ihm gehört das Grundstück, auf dem das Kleintierkrematorium entstehen soll. Er versichert jedoch, nichts mit dem Verfahren zu tun zu haben. „Der Antragsteller hat einen Bauantrag gestellt“, schildert der Bürgermeister. Gespräche mit den Betreibern habe es bereits vor einem Jahr gegeben. Die Gesellschafter Enno Albrecht und Joachim Oehlmann aus Uelzen betonen jedoch, dass auch andere Standorte in Frage gekommen wären. Am Ende entschieden sie sich jedoch für Emern. „Der Standort ist unser Favorit“, lobt Enno Albrecht die ruhige Lage und friedliche Atmosphäre von Emern.

Für die Gegner hingegen steht jetzt schon fest: Sie werden Einspruch einlegen. „Wir sind grundsätzlich nicht gegen eine solche Einrichtung, aber eben nicht mitten im Dorf“, sagt Sigrid Körtke. Sie ist die Sprecherin der neu gegründeten „Bürgerinitiative für ein lebendiges Emern“.

Angetrieben werden Sigrid Körtke und ihre Mitstreiter von einem gesunden Misstrauen: „Es ging sehr schnell und einfach.“ Eine kritische Stellungsnahme zum Gutachten der Betreiber werden die Gegner beim Landkreis Uelzen einreichen.

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