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Klötze gegen Falschparker

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Von: Lars Lohmann

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Solche Klötze aus Hartkunststoff stehen schon in Ehra im Nachbarkreis Gifhorn und verhindern das illegale Parken auf dem Gehweg. Jetzt hat der Bauausschuss der Gemeinde Wrestedt empfohlen, diese auch in Kallenbrock testweise anzubringen. Foto: Hussak
Solche Klötze aus Hartkunststoff stehen schon in Ehra im Nachbarkreis Gifhorn und verhindern das illegale Parken auf dem Gehweg. Jetzt hat der Bauausschuss der Gemeinde Wrestedt empfohlen, diese auch in Kallenbrock testweise anzubringen. © Hussak

Kallenbrock. Das Schützenhaus in Kallenbrock lockt bei Veranstaltungen – ob Geburtstagsfeier oder Hochzeit – eine Vielzahl von Gästen an.

Das sind laut dem Bauausschussvorsitzenden der Gemeinde Wrestedt Michael Bombeck manchmal auch so viele, dass der ganze Ort mit Autos zugeparkt wird. Weil die Gehwege im Dorf versperrt sind, müssen die Dorfbewohner auf die Straße ausweichen. Manchmal komme man noch nicht mal mehr aus der Gartenpforte heraus.

Um zumindest das illegale Parken auf den Gehwegen im Ort zu verhindern, hat der Bauausschuss jetzt einstimmig empfohlen, in einem Pilotversuch im etwa 200 Meter langen Kurvenbereich im Ort auf den Bordsteinen kleine Hartkunststoffklötze wie in Ehra im Nachbarkreis Gifhorn anzubringen.

„Wir sind glücklich, dass wir das Schützenhaus haben, aber die Verkehrssituation ist oft so, dass das ganze Dorf zugeparkt ist, manchmal sogar die Einmündungen“, beschreibt Bombeck die Situation bei größeren Feiern vor Ort. Die Gefahr sei dann für die Einwohner im Ort groß, weil sie auf die Straße ausweichen müssen oder beim Überqueren der Straße nur schlecht gesehen werden können. Für Menschen mit Rollator oder im Rollstuhl seien die auf den Gehwegen abgestellten Autos zum Teil unüberwindbare Hindernisse. „Der Gehweg muss für die schwächsten Verkehrsteilnehmer frei bleiben. „Wir müssen handeln, bevor etwas passiert“, fordert Bombeck.

„Die Situation in Kallenbrock ist in unmittelbarer Nähe zum Schützenhaus besonders prekär“, sagt auch Bauamtsleiter Alexander Kahlert. Es habe schon Fälle gegeben, wo Anwohner sich im Schützenhaus meldeten, weil ihre Zufahrt zugeparkt worden war und sie mit ihrem Auto die Auffahrt nicht mehr verlassen konnten. Das Aufstellen der Klötze sei jetzt ein erster Testballon. Schilder brächten nichts und würden einfach von den Besuchern ignoriert, und Poller seien meistens nach einem bis zwei Jahren kaputt und müssten wieder ersetzt werden. Wenn sich die Klötze als Erfolg herausstellen sollten, würden sie eine neue Möglichkeit bieten, das verbotene Parken auf den Gehwegen zu verhindern. „Insgesamt gibt es eine Vielzahl vergleichbarer Fälle im Gemeinde- und Samtgemeindegebiet“, sagt Kahlert. Es sei aber im allgemeinen schwierig, eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung zu finden.

Von Lars Lohmann

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