Autor Dirk Oesterreich aus Nettelkamp hat ein Kinderbuch geschrieben

Die kleine Hertha und der alte Fluch

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Autor Dirk Oesterreich aus Nettelkamp zeigt sein lustiges Kinderbuch „Hertha vom Winde“, das jetzt erschienen ist.

Nettelkamp – Hertha ist ein aufgewecktes Kind. Die Sechsjährige mit den rotblonden Haaren, den blauen Augen und der Stupsnase lebt mit ihrer Familie auf Burg Donnerstein.

Eigentlich ist Hertha ein ganz normales Mädchen, wäre da nicht der alte Fluch, der auf der Familie lastet: Jede zweite Generation wird von gewaltigen Blähungen heimgesucht.

Und das hat allerlei skurrile Auswirkungen. Darum dreht sich das lustige Kinderbuch „Hertha vom Winde“, das der Nettelkamper Autor Dirk Oesterreich jetzt veröffentlicht hat.

„Es geht aber nicht um den Furz, das wäre ja obszön“, betont der 61-Jährige, dessen Buch unter seinem Pseudonym „Autriche“ erschienen ist. Vielmehr wollte er etwas Witziges für Kinder schreiben. „Ich musste dabei selber lachen“, verrät er. „Ich liebe nämlich schwarzen Humor. Ein bisschen neben der Spur sein, etwas Verbotenes machen, das macht Spaß.“

Und das zeigt sich in dem 55 Seiten umfassenden Buch, das von Silvia Paños liebevoll illustriert wurde. Auch Erwachsene können beim Lesen herzlich lachen. Zum Beispiel über die Episode, in der Hertha bei einer Familienfeier im China-Restaurant plötzlich vom Familienfluch erfasst wird.

Durch die Druckwelle zersplittert das Aquarium – und ein riesiger Wasserfall samt Fischen strömt ins Restaurant. Als hilfreich erweist sich der Fluch hingegen, als Hertha Fußball spielt. Als ihr ein Gegenspieler den Ball absichtlich in den Bauch schießt, bildet sich dort ein gewaltiger Überdruck. Daraus entsteht ein riesiger Fußballschuh, der wie ein Düsenjet über den Rasen fliegt und den Ball im Tor versenkt.

Etwa neun Monate hat Oesterreich an dem Buch gearbeitet. Pro verkauftem Exemplar fließt ein Euro an die Deutsche Kinderkrebsstiftung. Außerdem will der Nettelkamper in Kinderkliniken, vor allem auf Krebsstationen, aus „Hertha vom Winde“ vorlesen, um die jungen Patienten aufzumuntern. „Diese Kinder haben es verdient zu lachen“, sagt Oesterreich.

Schon immer hat er gerne Geschichten und Gedichte geschrieben. Doch sein beruflicher Werdegang sah zunächst anders aus. Bis 1983 arbeitete er als Industriekaufmann. Später wurde er Lehrer für Wirtschaftsfächer und Englisch an den Berufsbildenden Schulen I in Uelzen, wo er bis 2017 unterrichtete.

„Hertha vom Winde“, das es ab sofort im Buchhandel gibt, ist sein zweites Buch. 2017 hat er bereits „Die Lehrer-Challenge“, einen Wegbegleiter für alle, die als Pädagogen wirken möchten, veröffentlicht. Zwei weitere Hertha-Bücher hat der 61-Jährige gerade in Arbeit, sie sollen in diesem und im nächsten Jahr erscheinen. „Es macht mir einfach Spaß, mir vorzustellen, wie die Kinder darüber lachen“, erzählt er. „Für mich ist das Balsam für die Seele.“

VON BERND SCHOSSADOWSKI

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