Übergangsquartier für Wrestedter Kinder in Altenheim wäre zu teuer

Nach Schimmelschäden: Wrestedts Kindergarten ohne Bleibe

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Das ehemalige Stadenser Altenheim diente als Flüchtlingsunterkunft. Ein Umbau wäre zu teuer.

Wrestedt/Stadensen. Dieser Brief dürfte den Wrestedter Eltern das Wochenende verdorben haben: In einem Schreiben an die Erziehungsberechtigten teilte Aues Samtgemeindebürgermeister Michael Müller jetzt mit, dass sich die Hoffnungen auf ein Ausweichquartier für die Kindergartenkinder im ehemaligen Altenheim in Stadensen zerschlagen haben.

Damit bleibt weiter offen, wo die Gruppen der mit Schimmel belasteten Einrichtung im neuen Kindergartenjahr unterkommen. Die Ausnahmegenehmigung für das Jugendzentrum in Wrestedt, wo die Kinder derzeit betreut werden, ist bis Ende Juli befristet. Eine Verlängerung wird die zuständige Landesschulbehörde nicht aussprechen, stellt der Bürgermeister gegenüber der AZ klar.

Das ehemalige Stadenser Altenheim an der Achterstraße sollte für drei Jahre als Ausweichquartier bis zum Neubau eines Kindergartens in Wrestedt dienen (AZ berichtete). „Das war aber finanziell nicht abbildbar – von den Kosten für die Sanierung und um die Auflagen zu erfüllen“, erklärt Müller. „Da sind wir bei über 200.000 Euro – und das für drei Jahre. Da kommt noch die Miete hinzu.“

Nun sucht die Samtgemeinde in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz als Betreiber und dem Landkreis nach einer Alternative. Bis Freitag will Müller der Öffentlichkeit eine andere Unterbringungsmöglichkeit für den Wrestedter Kindergarten präsentieren. Zwei Objekte hat er dabei im Auge. Am Donnerstag gibt es eine Begehung mit der Landesschulbehörde. Am Abend desselben Tages trifft der Verwaltungsausschuss eine Entscheidung.

Bis dahin muss der Kindergarten improvisieren. „Die Erzieherinnen machen alles möglich“, lobt Müller. Eltern haben bereits Eigenleistungen angeboten.

Von Gerhard Sternitzke

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