Defekte Beleuchtung an Privatweg kann nicht repariert werden

Wieren: Kaputte Lampe mit großer Wirkung

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Die defekte Straßenlampe am Lerchenfeld in Wieren zu reparieren, ist komplizierter als gedacht.

Wieren – Eigentlich ist es keine große Sache: Eine Straßenlampe am Lerchenfeld in Wieren ist seit Längerem defekt. Doch die Reparatur der Beleuchtung gestaltet sich komplizierter als gedacht.

Der Grund ist laut Bauamtsleiter Alexander Kahlert, dass sich kein Elektriker findet, der die Lampe reparieren und für ihre Sicherheit bürgen will. „Das Stromkabel liegt in zehn Zentimeter Tiefe anstatt 80 Zentimeter, das repariert keiner“, berichtet Kahlert der AZ. Daher müsse eine neue Lampe aufgestellt werden.

Doch das ist auch nicht einfach. Da sich die Straße in Privatbesitz befindet, kann die Gemeinde Wrestedt dort nicht tätig werden und eine Lampe aufstellen. Bisher sind die Grundstückseigentümer in der Pflicht. Um das zu ändern, will die Gemeinde jetzt Eigentümer der Straße werden. Dafür müssen alle Anlieger der Übertragung der Straße zustimmen. „Wenn einer Nein sagt, können wir das Ganze vergessen“, erklärt Kahlert. Und dabei ist nicht die Rede von einer Handvoll Anliegern – allein 32 Personen sind als Erbbaurechte-Inhaber verzeichnet.

„Es ist eine komplizierte Geschichte“, sagt der Bauamtsleiter, der sich seit über 30 Jahren immer wieder mit dem Lerchenfeld beschäftigt hat. So seien die Listen der Erbbauberechtigten nicht mehr auf dem neuesten Stand und müssten zunächst aufwendig aktualisiert werden. Viele wüssten auch nichts davon, dass sie ein Erbbaurecht an dem Weg besitzen. Kompliziert werde es, wenn der Rechteinhaber inzwischen verstorben ist und man die Erben ausfindig machen muss.

Wenn die Straße ins Eigentum der Gemeinde übergeht, soll es auch zu einer Sanierung kommen, für die die Anlieger laut Satzung beitragspflichtig wären. „Die Straße ist hinüber“, betont der Bauamtsleiter. Man wolle sich aber bemühen, eine für die Gemeinde und die Eigentümer gute Lösung zu finden. Dass das Lerchenfeld noch in diesem Jahr den Besitzer wechseln wird, glaubt Kahlert indes nicht: „Das wird eine spannende Geschichte, die sich noch über Jahre hinziehen kann.“

VON LARS LOHMANN

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