Start in fünfte Jahreszeit: Prinzengarde des TuS Wieren erobert Schlüssel der Samtgemeinde-Verwaltung

Jetzt ist Wrestedts Rathaus in Narrenhand

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Nur kurz rangelten Samtgemeindebürgermeister Harald Benecke (2. von links) und die Prinzengarde des TuS Wieren um den Schlüssel des Rathauses, dann bekamen die Narren Zutritt.

ds Wrestedt/Wieren. Mit einem dreifachen „Wieren Helau“ hat Maik Rodäbel, Zeremonienmeister der Prinzengarde des TuS Wieren, in der Narrenhalle des Landgasthauses „Alt Wieren“, am Sonnabend pünktlich um 11. 11 Uhr die neue Karnevalssaison eröffnet.

Das Prinzenpaar Julia Martin, die „schauspielernde Reiterin“, und Mitch Martin, der „Rad fahrende Baumeister“, machten dem neuen Motto „Volle Pulle, Freud und Spaß, in Wieren geben wir richtig Gas“ alle Ehre. Auch Kinderprinzessin Beeke Przybilla, die „turnende Tänzerin“, war dabei.

Mit Fleischklopfer und Nudelrolle bewachten diese Narren die Eingangstür des Rathauses.

Der Platz vor dem Wrestedter Rathaus und der Rathausschlüssel waren samt Fahne und Teufelsgeige die nächsten Ziele. Närrische Wachen zogen auf – mit Fleischklopfer und Nudelrolle in der Hand. Für Verwaltungschef Harald Benecke und die Bürgermeister Michael Müller (Wrestedt) und Joseph Zettelmaier (Soltendieck) gab es kein Entkommen. Fröhliche Stimmung herrschte, als die Funkenmariechen des TuS beineschwingend das „Viergestirn“, wie Rodäbel Bürgermeister und Verwaltung bezeichnete, übergabewillig stimmen wollten.

Annegret Bock, Vorsitzende der Prinzengarde, begrüßte die Jecken bei der abendlichen Feier.

Zuvor mussten die gewählten Vertreter noch eine pointierte politische Büttenrede des Zeremonienmeisters über sich ergehen lassen. „Toll, vor seinem Abschied hat der Samtgemeindebürgermeister plötzlich noch 200 000 Euro aus dem Ärmel gezaubert“, scherzte Rodäbel. Allerdings fehlten Lüders und Bad Bodenteichs Bürgermeister Jürgen Schulze („Schmolle Jürgen“) und Edgar Staßar („Ede aus dem Hungerturm“) samt Oppositionschef („Medicus Horst-Michael“) Hintze.

Aktuell gibt es keine Veranstaltung, bei der Benecke nicht eine Abschiedsurkunde erhält. So auch von der Wierener Prinzengarde, aber zusätzlich mit großem Orden für ihren „Obernarren“. Wohlweislich hatte Benecke jedoch die Prunksitzung in Wieren beständig gemieden. Nachfolger Michael Müller nahm es gelassen. Sein vielsagender Kommentar: „Ich kenne die Wierener Maskerade als Stadenser aus eigener Anschauung.“

Der Schlüsselraub erwies sich als erstaunlich friedlich. Benecke schob den Schlüssel schnell in die Hände des Prinzenpaares und schien zufrieden zu sein, diese Bürde abgeben zu können. Müller war sich sicher, dass Vize-Verwaltungschef Alexander Kahlert als Wierener nach Rosenmontag wieder für Ordnung sorgen wird.

Bevor in Wieren vom 2. bis 4. Februar die drei tollen Tage mit Prunksitzung, Preis- und Kindermaskerade starten, gab es noch eine abendliche Sitzung in der Narrenhalle. Elf ist eine närrische Zahl. Und so erhielten elf Prinzessinnen und Prinzen das Sportabzeichen.

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