Rückblick auf ein gutes Jahr und Pläne für die Zukunft

Rechnungstag der Gemeinde Wrestedt: Infrastruktur wird aufgemöbelt

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Im Sanierungsprogramm der Gemeinde Wrestedt dürfte der Bollenser Weg ganz weit oben stehen.

Wieren. Noch keine hundert Tage im Amt, aber: „Die Aufgabe macht mir Freude und Spaß“, verkündete gut gelaunt Neu-Bürgermeister Michael Müller den Anwesenden auf dem Rechnungstag der Gemeinde Wrestedt in Wieren.

In den Mittelpunkt seines Rückblicks stellte er das ehrenamtliche Engagement der Bürger. „Für die Gemeinde war es ein gutes und auch erfolgreiches Jahr. Nicht zuletzt auch, weil sich viele für die Gemeinschaft eingebracht haben. “.

Die Flüchtlingssituation sei gut gemeistert worden und durch die Flüchtlingshilfe Wieren-Wrestedt-Stadensen ein herzliches Willkommen möglich gewesen. Durch die Minderung der Flüchtlingszahlen habe sich die Grundlage zwischenzeitlich geändert. Müller: „Schwerpunkte sind jetzt die Integration und das Zusammenwachsen zu einem friedlichen Miteinander.“

Belebend für das Gemeinwohl seien zudem die Aktivitäten der Dörferinitiativen „Dorfleben Wrestedt“, „Wieren 2030“ oder das „Ostedter Bürgerforum“. Geschaffen worden sind so der Treffpunkt Wieren, die Weihnachtspyramide in Niendorf II, das Anzünden von Adventskerzen oder die Errichtung von Ruhe- und Notfallbänken durch die SoVD-Ortsgruppe. „Das Ehrenamt in der Gemeinde ist lebendig. Lassen sie uns gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft angehen“, so der Bürgermeister abschließend. Er stellte außerdem die Ausrichtung eines Ehrenamtstags auf Gemeindeebene in Aussicht.

Planungen für eine Verbesserung des Radwegenetzes laufen. Der Radweg Esterholz-Wieren entlang der Landesstraße soll in 2018 umgesetzt werden, intensiviert werden die Bemühungen um mögliche Radwege von Stadensen zum Suderburger Kreisel oder auch von Lehmke nach Groß Liedern. Im Straßen- und Wegebau werden Sanierungsprioritäten gesetzt, wobei sicherlich der Bollenser Weg in Wieren ganz oben steht. Wichtigstes Projekt aber ist in 2017 der Ausbau des Glasfasernetzes. Für Wrestedt (Cluster 4) werde es voraussichtlich im Sommer Info-Veranstaltungen geben, so Müller.

„Auch nach der Fusion steht die Gemeinde Wrestedt finanziell gut da“, zeigte Gemeindedirektor Harald Benecke die Eckdaten des Haushalts auf. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer werden voraussichtlich ein Mehr von rund 62 000 Euro im Ergebnishaushalt bringen. „Eine ungewöhnliche Situation haben wir bei den Einkommenssteueranteilen. Hier sind rund 45 000 Euro weniger eingegangen als geplant. Von der guten Konjunktur scheinen nur Bund und Land zu profitieren“, bilanzierte Benecke, der sich aber nach Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED über eine jährliche Einsparung von Stromkosten in Höhe von rund 30 000 Euro freute.

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