Suche nach Sponsoren

Hof der Grundschule Wrestedt soll umgestaltet werden: Grüne Inseln und neue Spielgeräte

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Der Schulhof der Wrestedter Grundschule soll attraktiver werden. Ein Konzept für die Umgestaltung liegt bereits vor. Jetzt werden Schule und Samtgemeinde Aue versuchen, dafür Spenden- und Sponsorengelder einzuwerben.

Wrestedt – Kleine Leseecken, ein Fußballplatz, ein Hügel mit Strauchweiden, ein Seilkletterparcours und zusätzliche Bäume als Schattenspender: Der Schulhof der Wrestedter Grundschule soll umfassend neugestaltet werden.

Aues Samtgemeindeausschuss hat beschlossen, dass Verwaltungschef Michael Müller und die Schule nach Spendern und Sponsoren für den ersten Abschnitt der Umgestaltung suchen dürfen.

„Durch den Bau des Kindergartens haben wir einen Großteil unserer Grünflächen verloren“, schilderte Schulleiterin Annette Schneider in der jüngsten Sitzung des Schulausschusses. „Vorher konnten wir unser Spiel- und Bewegungsangebot sehr großzügig gestalten. Jetzt ist das Verhältnis zwischen befestigter und grüner Fläche dramatisch verschoben.“

Die Lehrkräfte und pädagogischen Mitarbeiterinnen haben bereits eine Prioritätenliste für die Neugestaltung des Schulhofs erstellt. Dringlichste Maßnahmen sind ein Fußballplatz, eine Wippen-insel, eine Leseecke, eine Sandkiste, eine Reckinsel und Baumpflanzungen. Dafür müssen ein Weg verlegt, der Eingangsbereich barrierefrei umgestaltet, mehrere Findlinge versetzt und die Grünfläche erweitert werden. „Wir brauchen grüne Inseln, doch das Pflaster muss für das Verkehrstraining erhalten bleiben“, erklärte Annette Schneider.

Dieser erste Abschnitt würde rund 77 400 Euro kosten. Sollten sämtliche Maßnahmen zur Schulhof-Neugestaltung, die ein Landschaftsplaner erarbeitet hat, realisiert werden, würde das sogar mit 230 000 Euro zu Buche schlagen. Doch das kann die finanziell klamme Samtgemeinde unmöglich stemmen. Daher wollen Müller und die Schule nun Spenden und Fördergelder, zum Beispiel von Stiftungen, einwerben. Falls dabei genügend Mittel zusammenkommen, sollen anschließend auch die übrigen Maßnahmen umgesetzt werden. Dazu gehören unter anderem ein Freiluft-Klassenzimmer, eine Sechseck-Schaukel und Gebüschgruppen.

Allerdings stieß das Vorhaben im Schulausschuss auf Skepsis. „Diese Summe ist durch Spenden-Einsammeln nicht zusammenzubekommen“, meinte Torben Schoop (CDU) mit Blick auf die 230 000 Euro. Auch sein Parteikollege Edgar Staßer hielt den Gesamtbetrag für utopisch. „Wir müssen schauen, wie wir Unternehmen mit einbeziehen können und inwieweit sich Eltern einbringen können“, schlug er vor.

Ausdrückliches Lob für das Schulhof-Konzept gab es von Silvia Meier (SPD). „Das ist eine tolle Planung. Man sollte diese Engagement nicht ausbremsen“, betonte sie. Ihrer Meinung nach hätte die Entscheidung aber schon im Samtgemeinderat fallen müssen. „Jetzt gibt es wieder Verzögerungen“, bedauerte sie.

„Wir sollten das angehen“, sprach sich auch Herbert Rahtje (SPD) für die Umsetzung der Schulhof-Planung aus. Sein Fazit: „Wir sollten uns das zutrauen.“

VON ANDREAS URHAHN UND BERND SCHOSSADOWSKI

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