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Grünes Licht für zusätzliche 115 Grundstücke in Wrestedt und Lehmke

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Von: Bernd Schossadowski

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Die Skizze zeigt den Bebauungsvorschlag mit insgesamt 80 Wohnhäusern und zwei Ringstraßen im neuen Baugebiet „Langdoren Ost“.
So sieht der Bebauungsvorschlag für das neue Baugebiet „Langdoren Ost“ in Wrestedt vor. Es umfasst 80 Grundstücke in zwei Bauabschnitten. Weitere 35 sind in Lehmke geplant. © Plan B

Die Entwürfe für zwei neue Baugebiete wurden jetzt im Wrestedter Bau- und Umweltausschuss vorgestellt. In „Langdoren Ost“ in Wrestedt sollen in zwei Bauabschnitten insgesamt 80 Grundstücke entstehen, im „Uelzer Feld II“ in Lehmke sind es 35.

Wrestedt/Lehmke – Etwa 80 zusätzliche Grundstücke in Wrestedt und voraussichtlich 35 in Lehmke: Zwei neue Baugebiete plant die Gemeinde Wrestedt. Über die Details informierten Stadtplaner Henrik Böhme vom Ingenieurbüro „Plan B“ aus Küsten sowie Frank Patt und Daniel Cibis vom Lüneburger Planungsbüro Patt jetzt den Bau- und Umweltausschuss. Beide Vorhaben stießen bei den Politikern auf breite Zustimmung.

„Langdoren Ost“, so heißt das neue Baugebiet in Wrestedt, das auf einer mehr als zehn Hektar großen Fläche zwischen Rathaus und Sportanlage entstehen soll. Das Ganze soll in zwei Bauabschnitten erfolgen. Im westlichen Bereich – nahe der Straße Langdoren – sieht der Entwurf von Böhme im ersten Schritt 35 Grundstücke vor. Der zweite Bauabschnitt soll im östlichen Bereich – hin zur Kreisstraße 14 – mit weiteren 45 Grundstücken folgen. In jedem Abschnitt ist eine Ringstraße vorgesehen, über die die Grundstücke erreichbar sind. Hinzu kommt eine gemeinsame Grünfläche in der Mitte. Zudem sollen zwei Regenrückhaltebecken, zusätzlich zum bereits bestehenden, geschaffen werden.

Laut dem Bebauungsplan ist im größten Teil von „Langdoren Ost“ eingeschossige Bebauung vorgeschrieben, also ein Vollgeschoss plus Dachgeschoss. Im westlichen Bereich sollen aber zwei Vollgeschosse plus Dachgeschoss erlaubt sein. Das eröffne, so Böhme, die Möglichkeit, dort beispielsweise eine Seniorenwohnanlage zu errichten.

Stein-, Kies- oder Schottergärten sind im neuen Baugebiet hingegen nicht erlaubt – das verbietet das Baugesetzbuch. Um Bauinteressenten frühzeitig darauf hinzuweisen, soll dieses Verbot auf Wunsch des Ausschusses auch in die textlichen Festsetzungen des Bebauungsplans aufgenommen werden.

„Unser Ziel ist, den Bürgern die Planung im Mai oder Juni im Rahmen eines Infoabends vorzustellen“, kündigte Bauamtsleiter Alexander Kahlert an. Für das neue Baugebiet gebe es schon 22 Interessenten, berichtete sein Kollege Heinz Foth.

Der von Böhme vorgestellte Entwurf stieß im Ausschuss auf ein positives Echo. „Ich finde die Planung sehr gelungen“, meinte Markus Jordan (Grüne). Durch die Möglichkeit, in einem Teilbereich zwei Vollgeschosse errichten zu können, werde Bauinteressenten mehr Gestaltungsfreiheit geboten.

Bereits einen Schritt weiter ist das neue Baugebiet „Uelzer Feld II“ in Lehmke. Es soll am nördlichen Ortsausgang im Anschluss an das bestehende Gebiet „Uelzer Feld I“ entstehen. Demnächst sollen die Planunterlagen öffentlich ausgelegt und parallel dazu die Behörden beteiligt werden. „Im Herbst, spätestens Ende 2022, wird der Bebauungsplan rechtskräftig“, erklärte Kahlert. „Im nächsten Schritt werden wir die technische Erschließungsplanung erstellen. Die ersten Häuser könnten vielleicht im Sommer oder Herbst 2023 gebaut werden.“ Auch in Lehmke stoßen die geplanten 35 Bauplätze auf rege Nachfrage. „Es gibt schon 16 Vormerkungen. Der Bedarf ist eindeutig da“, sagte Foth.

Frank Patt und Daniel Cibis stellten dem Ausschuss den Entwurf fürs „Uelzer Feld II“ vor. Dort ist ausschließlich eine eingeschossige Bauweise für Einzel- und Doppelhäuser zulässig. Im Westen und Norden des Gebietes ist ein Grünstreifen, bestehend aus Bäumen, Sträuchern und Hecke, vorgesehen. Auch diesen Entwurf befürwortete der Ausschuss einstimmig. Markus Jordan schlug vor, für beide Baugebiete die Pflicht zum Einbau von Photovoltaik-Anlagen auf den Grundstücken in den Bebauungsplan aufzunehmen. Dem folgte der Ausschuss ebenfalls einmütig.

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