Samtgemeinderat wählt neuen ersten stellvertretenden Bürgermeister

Aue hat gewählt: Jörg Formella folgt auf Edgar Staßar

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Samtgemeindebürgermeister Michael Müller (links) verabschiedete den ersten stellvertretenden Bürgermeister Edgar Staßar mit einem Essensgutschein.

Wrestedt/Bad Bodenteich – Die Samtgemeinde Aue hat einen neuen ersten stellvertretenden Bürgermeister. Für Edgar Staßar (CDU), der seinen Rücktritt erklärt hatte (AZ berichtete), wählte der Samtgemeinderat dessen Fraktionskollegen Jörg Formella zum Nachfolger.

Auf ihn entfielen 17 Ja- und drei Nein-Stimmen bei fünf Enthaltungen. Das Ratsmandat von Staßar übernimmt Sabine Bauck (CDU).

Jörg Formella ist neuer erster Vize-Bürgermeister.

Staßar hatte dem Rat der ehemaligen Samtgemeinde Bodenteich seit November 1991 angehört, dem Samtgemeinderat Aue seit November 2011. „Es war eine schöne Zeit, aber in den letzten Jahren nicht mehr so, wie man sich das vorgestellt hat“, sagte Staßar. Er müsse auch an seine Gesundheit denken. Deshalb wolle er nun etwas kürzertreten. Auch als Bürgermeister von Bad Bodenteich hatte der 70-Jährige seinen Rücktritt erklärt.

„Du hast unsere Fraktion geprägt in all der Zeit“, lobte CDU-Sprecher Max Lemm und überreichte Staßar zum Abschied einen Präsentkorb. Von Samtgemeindebürgermeister Michael Müller gab es einen Essensgutschein. Sabine Bauck bedauerte Staßars Rückzug, konnte diesen aber nachvollziehen: „Du hast alles richtig gemacht.“

Weniger harmonisch verlief die Diskussion über den Haushalt 2020 der Samtgemeinde. Zwar wurde der Etat mit einem Überschuss von rund 30 000 Euro mit den Stimmen der CDU/WGA/FDP-Mehrheitsgruppe verabschiedet (siehe Infokasten). Doch von SPD und Grünen gab es zwei Gegenstimmen und zehn Enthaltungen.

Kritik am Etat übte Herbert Rathje (SPD). Es sei falsch, dass der jährliche Zuschussbedarf für das Bodenteicher Waldbad auf 100 000 Euro gedeckelt wird. Das könnte zur Folge haben, dass das Bad zu bestimmten Zeiten geschlossen werden müsste, befürchtet Rathje. „Unsere Gruppe steht weiter dazu, dass das Waldbad sieben Tage in der Woche geöffnet wird.“

Auf Antrag von Max Lemm wird die Samtgemeinde-Umlage um 1,2 Punkte gesenkt. Kein Verständnis hatte Lemm dafür, dass der Härtefallfonds des Landes für die Kindergärten nicht ausreicht: „Wir bleiben in diesem Jahr auf 88 000 Euro sitzen, die wir als Samtgemeinde tragen müssen.“

VON BERND SCHOSSADOWSKI

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