Baugrundstücke auf dem Bolzplatz?

Gemeinde Wrestedt denkt über Schaffung von zusätzlichen Bauflächen nach

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Der Bolzplatz im „Rübenfeld“ in Wieren könnte in Bauland umgewandelt werden. Das soll die Gemeinde nach dem Willen der Politiker nun prüfen. Erwogen wird auch eine Erweiterung der Baugebiete in Wrestedt und Lehmke.

Wrestedt/Lehmke/Wieren – In Wrestedt und Lehmke herrscht rege Nachfrage nach Baugrundstücken. Deshalb schlägt die Wrestedter Gemeindeverwaltung vor, sich über die Ausweisung von zusätzlichem Bauland Gedanken zu machen.

Im Gebiet „Vor den Lehmkuhlen II“ in Wrestedt seien zwar noch zehn Grundstücke frei, „sie sind aber schon vorgemerkt, zum Teil auch mehrfach“, sagte der stellvertretende Gemeindedirektor Alexander Kahlert jetzt im Bauausschuss. Im Gebiet „Uelzer Feld“ in Lehmke gebe es nur noch einen freien Bauplatz, der ebenfalls vorgemerkt sei.

Für die möglichen Erweiterungsflächen in beiden Orten hat die Verwaltung bereits vorläufige Bezeichnungen gewählt. Der Plan für die Anschlussbebauung in Wrestedt trägt den Arbeitstitel „Bahnhofstraße“, der für Lehmke heißt „Uelzer Feld II“.

Dagegen gebe es in den Baugebieten in Stadensen, Nettelkamp und Wieren derzeit keine Nachfrage nach Grundstücken, berichtete Kahlert. In Wieren bestehe aber die Möglichkeit zur Lückenbebauung. So sind im Gebiet „Rübenfeld“ noch zwei Grundstücke frei, die einer Privatperson gehören. Eines ist rund 800 Quadratmeter groß, das andere etwas mehr als 1.110 Quadratmeter.

Dieter Schoop, Ausschussmitglied (CDU)

„Die beiden Grundstücke sind aber nicht so richtig attraktiv“, meinte Ausschussmitglied Dieter Schoop (CDU). Eines grenze an ein landwirtschaftliches Gebäude an. „Die Lage ist nicht schön, außerdem gibt es da nur wenig Sonne“, erklärte Schoop im AZ-Gespräch. Der andere Bauplatz sei vom Zuschnitt her sehr lang und schmal. „Beide Grundstücke sind wohl nur schwer zu veräußern“, glaubt Schoop. Dennoch sei der Eigentümer an einem Verkauf interessiert.

Klaus Cichy, Ausschussmitglied (SPD)

Nach Ansicht von Klaus Cichy (SPD) könnte auch der gemeindeeigene Bolzplatz im nördlichen Bereich des „Rübenfeldes“ in Bauland umgewandelt werden. „Dort kann man mindestens zwei Grundstücke schaffen, vielleicht sogar drei, ohne den benachbarten Spielplatz anzufassen“, schlug Cichy vor. Der Bolzplatz werde von Kindern und Jugendlichen kaum noch in Anspruch genommen. Das sah Schoop jedoch anders. „Wenn dort etwas genutzt wird, ist das nicht unbedingt der Spielplatz, sondern der Bolzplatz. Es toben da schon mal Kinder herum“, hat er festgestellt.

Einstimmig sprach sich der Ausschuss dafür aus, eine Umwidmung dieser Fläche in Bauland zu prüfen. Auch um den möglichen Ankauf der beiden noch freien Grundstücke im „Rübenfeld“ soll sich die Gemeindeverwaltung kümmern und dazu ein Gespräch mit dem Eigentümer führen, empfahlen die Kommunalpolitiker.

VON BERND SCHOSSADOWSKI

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