Geld und Sand für Radweg

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Um einen Radweg zwischen Stadensen und Nettelkamp in die Tat umsetzen zu können, sind Spenden notwendig.

Stadensen/Nettelkamp - Von Jörn Nolting. Über das weitere Vorgehen in Sachen Bürgerpfad von Stadensen nach Nettelkamp traf sich jetzt die Arbeitsgruppe „Aktion Bürgerpfad“. Dem Treffen war die Entscheidung des Gemeinderates Stadensen vorausgegangen, die zur Absicherung des Baus des Radweges erforderlichen Mittel in Höhe von 60 000 Euro in den letzten Haushalt der Gemeinde einzustellen (die AZ berichtete).

„Damit ist der Weg für das Bürgervorhaben zwar grundsätzlich frei, jedoch bedarf es einer hohen Spendensumme, damit die Kommunalaufsicht den angespannten Gemeindehaushalt und damit auch die für den Bau eingestellte Summe bewilligen darf“, erklärt Andreas Dobslaw, einer der Mitinitiatoren. Die Arbeitsgruppe ist aber zuversichtlich, dass die Spendenbereitschaft so groß ist, dass das Projekt nach mehr als 30 Jahren des Wartens im Frühjahr des nächsten Jahres in Eigenleistung realisiert werden kann.

„Wenn das Vorhaben gelingt, dann hat dies sicher auch Modellcharakter für weitere Projekte in der Region“, blickt Andreas Dobslaw voraus. Und Kai Staeding, Bürgermeister der Gemeinde Stadensen, ergänzt: „Die von der Verwaltung berechneten Herstellungskosten pro Meter Bürgerpfad belaufen sich auf rund 50 Euro. Ab sofort kann sich jeder Bürger hieran mit einer Patenschaft in Form einer Spende in beliebiger Höhe beteiligen. „Jeder Euro zählt“, unterstreicht Andreas Dobslaw. Und die Zeit drängt, denn bis zum 29. Januar 2011 muss klar sein, in welcher Höhe Spenden eingegangen sind. Danach erfolgt die Prüfung der Kommunalaufsicht. Neben Geldspenden werden natürlich auch Sach- und Materialspenden angenommen. Wer Geld spenden will, kann seinen Beitrag für die Patenschaft ab sofort überweisen. Benötigt werden Füllsand, Mineralgemisch, Brechsand und Material für die Holzbrücke. Außerdem werden ein Radlader, eine Rüttelplatte und eine Vibrowalze benötigt.

Sach- oder Materialspenden können ebenfalls ab sofort über die eigens dafür eingerichtete E-Mail-Anschrift oder telefonisch angemeldet werden. Diese Anmeldung von Sachspenden ist notwendig, um einen Nachweis zur Vorlage bei der Kommunalaufsicht zu haben. Karsten Sauer von der Dorfgemeinschaft Nettelkamp und Joachim Evers von der ISO Stadensen weisen dazu ausdrücklich darauf hin, dass bei Bedarf für jede Spende auch eine Spendenbescheinigung für das Jahr 2011 ausgestellt werden kann. Und sollte das Projekt nicht realisiert werden, gibt es das Geld natürlich zurück, versichern die Initiatoren.

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