Antrag an den Landkreis

Gefährliche Kreuzung: Rat Lüder spricht sich für Einrichtung einer 70er-Zone aus

Gefährlicher Kreuzungsbereich: Zwei Wirtschaftswege zweigen von der Kreisstaße 15 zwischen Bad Bodenteich und Lüder ab. Der Rat in Lüder spricht sich dafür aus, hier eine 70er-Zone einzurichten.
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Gefährlicher Kreuzungsbereich: Zwei Wirtschaftswege zweigen von der Kreisstaße 15 zwischen Bad Bodenteich und Lüder ab. Der Rat in Lüder spricht sich dafür aus, hier eine 70er-Zone einzurichten.

Lüder – Die alte Brücke vor Lüder knarzt, als ein Lkw darüber fährt – und das nicht gerade langsam. 100 km/h sind hier erlaubt. Steht man als Beobachter an der Kreisstraße 15 zwischen Bad Bodenteich und Lüder, zischt der Verkehr regelrecht vorbei.

Kurz vor der Ortschaft Lüder, an der Brücke, führt rechts ein Wirtschaftsweg zur Ortschaft Abbendorf. Gegenüber liegt noch ein Wirtschaftsweg nach Bad Bodenteich – ein unübersichtlicher Kreuzungsbereich.

Ein Spiegel soll dort für Verkehrssicherheit sorgen, doch den Lüderanern ist der Kreuzungsbereich ein Dorn im Auge. Sie fürchten, dass es dort zu einem schweren Unfall kommen könnte, denn der Bereich ist extrem unübersichtlich. „Dort gab es schon reichlich brenzlige Situationen und es war nur Glück, dass es noch nicht gekracht hat“, waren sich die Ratsmitglieder in ihrer jüngsten Sitzung einig.

Die CDU-Fraktion in Lüder hat aus diesem Grund einen entsprechenden Antrag eingereicht: Auf der Kreisstraße 15 vom nördlichen Ortsausgangsschild Lüder in Richtung Bad Bodenteich, bis etwa 100 Meter nördlich der Abzweigung der beiden Wirtschaftswege nach Abbendorf beziehungsweise Bad Bodenteich, soll eine 70er-Zone eingerichtet werden. Der Antrag muss an den Landkreis gestellt werden, weil er als Baulastträger für die Kreisstraße zuständig ist. Gemeindedirektor Michael Müller betonte, dass die Verkehrssituation bei einem Ortstermin begutachtet werden müsse.

Die Ratsmitglieder waren sich einig, dass eine Begrenzung der Geschwindigkeit auf 70 Stundenkilometer angebracht sei. Auch bauliche Maßnahmen wie eine Verschwenkung oder Schwellen wurden diskutiert. „Diese Maßnahmen sind kein Allheilmittel, weil sie nicht immer funktionieren“, gab Müller zu bedenken. Auch über die Versetzung des Ortsschildes wurde nachgedacht. Der Rat Lüder soll nun einen Antrag an den Landkreis stellen. VON NICOLE LÜTKE

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